Beispiele für Gesinnungen

Auch wenn wir in der Gruppe von D&D (4E) auf Pathfinder umgestiegen sind und sich dies für uns als sehr positiv darstellt, bleiben wir bestimmten Sachen treu. Das Pantheon z.B. ist immer noch das alte. Bestimmte Sachen bleiben bestehen, auch wenn sie neu und vielleicht besser sind. Nehmen wir ein Beispiel welches auch zum Thema Gesinnungen passt.

Der Barde; Gesinnung: jede.
In D&D Zeiten gab es hier die Regelung, dass er jede nicht rechtschaffene Gesinnung annehmen darf. Wenn wir uns die Rolle des Barden ansehen, ist dies nachvollziehbar. Der Barde ist durch seine Fähigkeiten und auch durch seine Spielweise sehr an einen Schurken angelegt. Vielmehr sind sie jedoch Agenten, Spione, Diplomaten und ein guter Barde ist immer auch Anwalt der einfachen Menschen, ungeachtet Gesetze und Traditionen; so gesehen ist der Barde nicht rechtschaffen, meist gut, durchaus auch neutral und selten böse. Nun gibt es neue Archetypen, den Detektiv zum Beispiel, der als Ermittler gerade bei Abenteuern dient die weniger martialisch sind. Als Unterstützer für eine Gruppe, als Heiler, als Gaukler, Schurke oder als weiser Detektiv ist es nun stimmig, dass er jede Gesinnung annehmen kann.

Der Paladin; Gesinnung: rechtschaffen-gut.
Der Paladin gehört wohl zu der gängigsten Klasse im Rollenspiel. Als charismatischer Krieger und Recke gegen das Böse und Chaotische mit Heilfähigkeiten ist er meist Sprecher einer Gruppe. Der Charakter definiert sich über seinem Codex, seinem Glauben und zuweilen die Treue zu seinem Lehnsherrn. Er glaubt fest an Recht und Tradition und ist von dem Guten beseelt, zumindest, was er dafür hält, der Charakter ist mit unter sehr eifrig und missionarisch, zum Schwert zu greifen, ist nicht das Mittel der ersten Wahl für ihn, selbst einem Verurteilten würde er Gnade gewähren, sofern dieses möglich ist.

Der Mönch; Gesinnung: jede rechtschaffene.
Der Mönch lebt hinter Klostermauern und geht während seiner Abenteuer weit durch die Reiche. Während seiner Studien alter Bücher und durch die Reflexion des Erlebten auf seiner Wanderschaft, weiß er instinktiv, dass es eine Ordnung geben muss. Wie diese aussieht, muss nicht für alle gleich sein. Er kann sich auf die Lehren seines Klosters berufen, auf die Dogmen eines Gottes oder das allgemeine weltliche Gesetz, zumindest ist ihm bewusst, dass er nicht der wäre, der er ist, wenn er nicht die Traditionen und die Lehren seines Ordens befolgt hätte.

Der Inquisitor; Gesinnung: die Gesinnung des Inquisitors darf jeweils ein Schritt von der seines Gottes abweichen.
Der Inquisitor ist eine neue und interessante Klasse. Der Name lässt allerdings zu viele Assoziationen zu einem theokratischen Eiferer zu. An sich ist die Klasse eher so etwas wie ein Staatsanwalt, ein Wahrheitsfinder und Befrager. Sein Geschäft ist es, die Wesen zum Reden zu bringen, die Wahrheit aus ihnen heraus zu quetschen. Dies mag im Namen eines Gottes sein aber auch in einer anderen Angelegenheiten. Er ist berechenbar und sieht nur die Sache. Als Gesinnung, ich persönlich finde rechtschaffen-neutral sehr plausibel, ist theoretisch jede möglich. Ein Inquisitor sucht sich eine Gottheit aus, von deren Gesinnung darf der Inquisitor allerdings auf der Ordnungsachse und der Moralachse jeweils nur einen Schritt abweichen.

Gesinnungen im Überblick

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