Blogstöckchen 3 1/3

Und wiedereinmal wurde ich beworfen. Diesmal von Talasu von Aus dem Schatten. Ich bedanke mich dafür recht herzlich.

Das Blogstöckchen wurde ihm selbst von der Papierheldin zugeworfen und Talasu hat es an Tenebrus von Malfeas, an RPGnosis und an mich weitergegeben.

OK, rdy to rumble:

1. Warum bist du Rollenspieler und was fasziniert dich daran?

Warum ich Rollenspieler bin kann ich gar nicht mal so leicht sagen. Freunde waren Rollenspieler und haben mich mal eingeladen mitzumachen. Und warum ich dabei geblieben bin, ist die Frage nach dem, was mich daran fasziniert. Ich bin Spieler. Ich spiele fast alles, ich hab Spaß an Mechaniken, Regeln und an der sozialen Komponente (Stichwort Spieltheorie). Pen&Paper bietet von allem etwas, das fasziniert mich. Und wenn wir mal so tun, als wären die vorherigen Worte nicht verkopft gemeint, ist Rollenspiel eine der besten abendfüllenden Unterhaltungen die ich kenne.

2. Wie viel Zeit hast du schon mit deinem ältesten Rollenspielcharakter verbracht und was ist es für einer?

Ohne Pause: Ein Jahr. Mit Pausen: Zweieinhalb Jahre. Elf Schurke.

3. Muss es in einem Abenteuer mindestens einen Kampf geben oder kann es auch gewaltfreie Lösungen geben?

Müssen müssen wir erst einmal gar nichts 😉 Es hängt davon ab, wie der Plot aufgebaut ist. Grundsätzlich kann ich es auch für mich nicht beantworten. Es gab Abende, an denen ich einen Kampf endlos lang ausgespielten Dialogen vorgezogen hätte, und manchmal hätte ich lieber versucht, die Goblins am Leben zu lassen. Ich kann es für mich nicht beantworten. Wenn die Frage aber darauf abzielt, wie ich grundsätzlich zu Kämpfen stehe, da kann ich nur sagen, es ist Systemabhängig. Pathfinder ist ein System, welches um Kämpfe eine Story baut (es mag Ausnahmen in der Spielweise geben) da gehört es für mich dazu. Cthulhu ist ein System bei dem die Kampfregeln an sich schon unterentwickelt sind und da brauche ich dann auch keine Kämpfe.

4. Wie viele Spieler braucht für dich eine ideale Runde?

Sehr schöne Frage. Meiner Meinung als Spielleiter und auch Spieler nach, sind es vier. Drei Spieler und ein Spielleiter. Fünf ist auch ok. Zum einen ist eine Gruppe aus drei Leuten überlebensfähig, zum anderen baut sich eine gute Atmosphäre und Gruppendynamik auf. Ich spiele in einer größeren Gruppe und die Stimmung ist zwar nicht schlecht, aber Würfelrunden dauern ewig und nachdem ich dran war, kann ich kurz aufs Klo, oder auch länger, bevor ich wieder dran bin. Warum kämpfen wir nochmal?

5. Wie lange darf eine P&P-Session gehen?

An einem Wochenende bzw. wenn man am Tag der Session frei hatte und auch den nächsten Tag frei hat, open end. Die Realität sieht aber so aus, dass wirklich freie Tage selten bei allen Gruppenmitgliedern zeitgleich fallen. Also meine Regel als Spielleiter 6 1/2 Stunden. Drei Stunden ist eine gute Zeit in der ein erwachsener, nicht werbefernsehengeschädigter Mensch aufnahmefähig ist. Gefolgt von einer Pause von ca. 30 bis 45 Minuten für ein gemeinsames Essen (Pizza, Hot Dogs etc.) und dann geht es weiter drei Stunden lang. Hört sich jetzt penibel an, sind aber nur Richtwerte auf die ich als Spielleiter achte und die gut ankommen.

6. Spielercharakter mit Hintergrund und Tiefgang, oder einfach nur einen eindimensionalen Charakter?

Charaktere haben immer Tiefgang, die Frage ist nur, haben sie den schon bei der Ausarbeitung oder bekommen sie ihn beim Spielen. Es hat übrigens einen Nachteil zu viel vorher auszuarbeiten. Man läuft Gefahr seinen Charakter ein Korsett aus Erfahrungen und Überzeugungen anzulegen, die in bestimmten Situationen eigentlich nur eine Reaktion des Charakters zulassen, soll er nicht gegen seine Überzeugungen handeln. Mir ist klar, dass einige genau so spielen wollen. Ich gehöre nämlich auch zu der Fraktion, die vorher eine kleine Biografie schreibt, aber im Laufe der Zeit wurden die Hintergründe immer kürzer.

7. Können Karten statt Würfel im Rollenspiel funktionieren?

Wahrscheinlich. Ich benutze trotzdem lieber Würfel, ohne Karten jemals ausprobiert zu haben…

8. Spielt für dich der Metaplot eines Settings eine Rolle?

Ja, sehr. Auch wenn ich Pathfinder wirklich schätze und auch wenn Golarion eine tolle Welt ist… die Vergessenen Reiche haben eine coolere Geschichte.

9. Wer war bisher dein spannendster Gegner im Rollenspiel und warum?

Hmm, wenn ich mit ihnen fertig bin, sind sie eh nur Staub im Wind und keines Gedanken mehr würdig. Aber einen hab ich:
Der Lich
Prinzipiell war ich als Barde ja eher unnütz für die Gruppe, einzig meine hohen Werte in den Softskills wie es heute heißt (Diplomatie, Kaffee kochen und Brötchen schmieren) brachte der Gruppe immer ein warmes Plätzchen zum schlafen. Um zu zeigen wie Geil mein Charakter wirklich ist, versuchte ich den Zwischenboss, ein Lich, zu überzeugen, uns doch einfach gehen zu lassen. Das WTF-Gesicht des SL war unbezahlbar. Letztendlich scheiterte ich mit meinen Wurf und die Gruppe musste sich im stellen. Aber witzig war es, hab das Ganze auch ausspielen müssen…

10. Mit welchen Persönlichkeiten (real oder fiktiv) würdest du gerne mal eine Runde spielen?

Mit Howard Wolowitz und Sheldon Cooper.

11. Schön knackiges Winterwetter, oder doch lieber Sonne, Strand und Meer?

Herbst! Jetzt ist es doch genau richtig um gemütlich eine Runde zu spielen.

 

Die Fragen haben mir Spaß gemacht.
Wie beim letzten Mal gebe ich das Stöckchen aber frei und jeder der möchte, kann es aufnehmen.

 

 

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