Blogstöckchen Reloaded

Der Sal von w6 vs. w12 hat mir freundlicherweise ein Blogstöckchen zu geworfen, und ich nehme es gerne auf.

Ursprünglich hat Sal das Stöckchen von Quest in Peace. Weitergeworfen an Ron Müller, The Family Nerd und an mich, vielen Dank dafür!

  1. In welchem Rollenspielsetting würden Dich Produkte wie Romane, Filme usw. interessieren?
    Ehrlich gesagt keins. Ich mag Fantasy, aber die D&D Filme waren eher trashig, Call of Cthulhu ist an sich bereits eine Adaption. Das heißt wünschen würde ich mir kein spezielles Produkt zu einem Setting, eher finde ich Filme oder Serien nett, in denen Rollenspiel mitunter thematisiert wird. Big Bang oder Astrópía und auch Labyrinth der Monster, der so wunderbar verkorkst ist, dass er für mich ein Highlight ist.
  2. Erst schlagen, dann fragen: was treibt Deinen Charakter dazu?Hängt vom Setting ab. Und selbst im Fantasy, wo diese Art ja durchaus akzeptabel ist (Dungeoncrawl), wird mehr mit Dialogen als mit Dolchen gearbeitet.
  3. Charaktertod: was muss sein und was ist tabu?
    Der Charaktertod gehört dazu. Und er muss nicht immer sinnvoll sein. Natürlich wünschten sich viele Spieler für ihren Charakter einen heldenhaften Tod, aber auch ein erfolgloser Wurf beim Klettern in 500 Fuß Höhe kann zum Absturz und damit zum Ableben führen. Ist das schön? Nicht unbedingt, but that’s the game we play. Ein Tabu wäre eher eine stille Übereinkunft, dass es immer und überall ein Netz mit doppelten Boden gibt, nur weil der Spielleiter vielleicht mal ein Auge zugedrückt hat.
  4. Kritik: gehört das in Deinen Runden dazu, hast Du feste Rituale?
    Ganz einfach: Am Ende der Runde wird nochmal auf bestimmte Sachen eingegangen, die die Spieler schlecht oder aber gut fanden.
  5. Das perfekte Setting: welche drei Elemente sind Pflicht?
    Gibt es nicht. Manchmal müssen Goblins, Schätze und Gewölbe darin vorkommen, manchmal nur Rätsel, Schleim und Küstenstädte. Was ich aber im Moment bevorzuge sind kleine Städte, Recherche und viele Morde.
  6. Die perfekten Regeln; welche drei Elemente sind hier Pflicht?
    Klarheit, Einfachheit und Relevanz.
  7. Grundregelwerk und Zusatzbücher: wie viel Zusatzmaterial darf es sein?
    Really? So viel wie möglich. Dabei spielt aber natürlich die Qualität eine Rolle. Allerdings ist man auch irgendwann rein spielerisch überversorgt und man liest die Bücher nur noch aus Lust am Input. Zusatzmaterial habe ich alles was ich brauche (Karten, Aufsteller etc.).
  8. Wie viel steckt von Dir in Deinen Charakteren?
    Philosophisch oder ernsthaft? Philosophisch würde ich sagen, dass jeder Charakter immer etwas von einem selbst hat. Wir verarbeiten unsere Hoffnungen, Sehnsüchte und Erfahrungen in jedem unserer Charaktere… das ist jetzt sogar psychologisch. Ernsthaft mag ich vorgenanntes vielleicht nicht gänzlich ausschließen, aber ein Schauspieler spielt auch nur seine Rolle und so frage ich mich bei jeder Entscheidung, die mein Charakter trifft, wie würde er es machen, wie würde jemand etwas regeln, mit den Werten und der Biografie meines Charakters? Das dauert aber nicht lange, da ich mir meinen Charakter natürlich selber ausgedacht habe. Allerdings verrät meine Vorstellung davon, wie jemand in einer bestimmten Situation reagiert, auch viel über mich… Schöne Frage, die ich bei ner Flasche Rotwein gern nochmal erörtern würde.
  9. Lieber vorgefertigte Abenteuer oder eigenes Material leiten?Schwierige Frage. Gehen wir mal nicht von Kurzabenteuern aus, sondern von Kampagnen. Es ist von der Vorbereitungszeit ungefähr das Gleiche. Der Vorteil eines gekauften oder fertigen Abenteuers ist, dass die Handlung bereits vorhanden ist. Man sollte sich aber das ganze Material bereits vorher durchgelesen haben, manchmal muss man es ein zweites Mal quer lesen, hängt von der Aufmachung ab. Nachteil ist, dass man wenig von dem Plot abweichen kann, außer man improvisiert oder fängt zu railroaden an (keine Wertung, kann ja auch nett sein). Eigenes Material bietet scheinbar mehr Freiheiten. Abgesehen davon leite ich im Fantasy Setting lieber eigenes Material, bei Cthulhu lieber fertiges und passe es dann an.
  10. Probierst Du gerne neue Systeme aus und kommst Du oft dazu?Eine lange traurige Geschichte. Würde gern, komm aber nicht dazu.
  11. Rollenspiel ist für Dich? Du hast einen Satz zum Abschluss!
    Rollenspiel ist für mich ein Hobby auf das jeder Lust aber für das keiner Zeit hat.

 

Ich werfe dieses Stöckchen in die Runde und jeder darf sich gerne berufen fühlen, die elf Fragen zu beantworten. Hier nochmal die Fragen:

1. In welchem Rollenspielsetting würden Dich Produkte wie Romane, Filme usw. interessieren?
2. Erst schlagen, dann fragen: was treibt Deinen Charakter dazu?
3. Charaktertod: was muss sein und was ist tabu?
4. Kritik: gehört das in Deinen Runden dazu, hast Du feste Rituale?
5. Das perfekte Setting: welche drei Elemente sind Pflicht?
6. Die perfekten Regeln; welche drei Elemente sind hier Pflicht?
7. Grundregelwerk und Zusatzbücher: wie viel Zusatzmaterial darf es sein?
8. Wie viel steckt von Dir in Deinen Charakteren?
9. Lieber vorgefertigte Abenteuer oder eigenes Material leiten?
10. Probierst Du gerne neue Systeme aus und kommst Du oft dazu?
11. Rollenspiel ist für Dich? Du hast einen Satz zum Abschluss!

 

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