Buch vs Film

Dieser Text erschien zuerst auf mammon.blog, ein Sideprojekt, welches ich aufgegeben habe und in diesen Blog eingepflegte.

Es ist die dritte Montagsfrage bei Lauter&Leise und die zweite an der ich teilnehme.

Gab es schon einmal einen auf einem Buch basierten Film, den du besser fandest als das Buch?

Klar.
Ich weiß nicht woher der Gedanke kommt, dass ein Buch immer besser sein soll als der Film. Halt! Ich glaube ich kenne den Grund: Der falsche Anspruch. Mir geht es zumindest so.
Habe ich zuerst ein Buch gelesen, weiß ich genau wie sich die Personen verhalten, wie alles aussieht und wie die Atmo ist. Beim Dreh eines Films interpretiert der Regisseur den Stoff bzw. das Drehbuch welches aus dem Buch entsteht. Wer viel und aktuelles liest, kennt wahrscheinlich das Buch vor dem Film und misst die Qualität des Films an den Eindrücken die er/sie beim Lesen hatte.
Ich sehe meist erst die Filme. Stephen King zum Beispiel. Kubricks Shining war grandios, das Buch fand ich ok aber nicht überragend. The Terror, eine Serie,  ist auch um Längen besser als das Buch. Wobei die Serie ebenfalls Schwächen hat.

Ich lese kaum etwas, dass verfilmt wird, von Klassikern der Horrorliteratur abgesehen. Es ist eher so, dass ich von einem Film so angetan bin, dass ich mir das Buch hole. Ausnahme war Volker Kutschers Der nasse Fisch. Die Serie Babylon Berlin basiert darauf und da fand ich das Buch dann tatsächlich besser.

Was die Montagsfrage ist und wie man an ihr teilnehmen kann, erfahrt ihr auf Lauter&Leise.

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2 Kommentare

    1. Danke für den Kommentar! Vielleicht ist Anspruch falsch gewählt, vielleicht ist Erwartung besser. Wenn der Autor eines Buches von einem Wald schreibt, stelle ich mir beispielsweise einen Mischwald vor. Wird im Film dann ein Nadelwald gezeigt, sind meine Erwartungen nicht erfüllt und irgendetwas sagt mir: Das ist nicht richtig. Das ist nur ein Beispiel. Umgekehrt ist es einfacher. Beim Lesen von “Der Pate” habe ich mir immer Marlon Brando als Don Corleone vorgestellt. In dem Fall hat es das Buch nicht schlechter gemacht. Das ist natürlich auch nur mein Gedanke. Herr der Ringe zum Beispiel, weil es bei der Montagsfrage häufiger vor kam: Die Filme sind wirklich gut, aber die Bücher finde ich wesentlich besser, eben weil sie anders in meiner Vorstellung sind und die Filme dies so nicht wiedergeben.
      Und ja, der Film muss Kompromisse machen. Innere Monologe zum Beispiel. Auch hier kann es für mich zu einem Bruch mit meinen Vorstellungen kommen. Ich stelle an den Film immer Erwartungen, wenn ich zuvor das Buch gelesen habe und manchmal werden diese nicht erfüllt.

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