Cthulhus Ruf #4

Nun ist sie da und ich hatte Zeit darin zu blättern: Die Ausgabe 4 von Cthulhus Ruf. Grundsätzlich muss ich gestehen, ich bin von der Qualität aller bisher erschienen Ausgaben (bis auf der 1., die ich nicht gewillt war, für 30 € bei Ebay zu kaufen, was mir immer noch schlaflose Nächte bereitet… vielleicht hätte ich ja doch?!) regelrecht begeistert. Die Gestaltung des Covers ist diesmal sogar noch besser, was auch eine persönliche Meinung sein könnte. Das Thema Gaslicht ist im Fokus dieser Ausgabe.

Es gibt aber für mich ein paar Highlights. Zum Einen das Abenteuer Twinkle Twinkle für Cthulhu Now. Zwar nicht mein Lieblingssetting, aber der Plot dahinter gefällt mir ziemlich gut. Die Ermittler oder Betroffenen haben merkwürdige Alpträume. Ein Psychiater fördert erschreckendes zu Tage. Es geht um versteckte Botschaften in einem noch nicht erschienenen Kinderbuch. Solche Plots liebe ich und grundsätzlich könnte man das Ganze mit Anpassungen auch in die 20er übertragen. Vielleicht mache ich dass für meine Weihnachtsrunde…

Zweiter herausragender Beitrag imho ist der, über die Transsibirische Eisenbahn. Prädikat: Unverzichtbares Quellenmaterial. Dazu muss man aber sagen, nur für den, der es braucht, klar. Ich mag Züge und was ist da näherliegend nachdem Orient Express ein Spin Off mit der Transib zu machen? Eigene Ideen gibt es da zuhauf und auch der Beitrag bietet viel an.

Die anderen Abenteuer sind natürlich auch gut, aber sie entsprechen nicht so sehr meinen Vorlieben. Da ich Abenteuer selten 1 zu 1 übernehme, kann ich mich daraus denoch immer mal bedienen. Somit ist die Ausgabe wieder einmal ein guter Kauf gewesen.

Nicht zu vergessen ist das Extraheft Kurioses London. In dem die englische Hauptstadt mal etwas anders beleuchtet wird.

In der Flüstertüte wird diesmal von Andreas Melhorn über das soziale Gefüge in einer Runde berichtet. Es gibt da vielleicht nicht so viel neues zu berichten. Der Umgang miteinander wird mit einer Gruppe von Leuten verglichen, die bei einer Hochzeit an einem Tisch sitzen. Jeder ist auf seine Art angespannt. Der eine macht sich sorgen, ob seiner Kleidung, der andere ist durstig und wieder jemand anderes hat ganz andere Sorgen. Ähnlich mit den Wünschen der Spieler am Spieltisch. Man einigt sich auf ein gemeinsames Thema oder eben nicht. Der Beitrag ist vielleicht nicht erhellend, weil die Leute, die schon ewig spielen, ähnliche Erfahrungen gemacht haben, aber er ist sehr gut geschrieben und bringt einem dazu, wieder über das soziale Gefüge am Spieltisch nachzudenken.

Cthulhus Ruf kostet 6,00 € und ist auf der Seite cthulhus-ruf.de zu erwerben
Inhalt der Ausgabe
Durchgeblättert von purpltntcl
Rezi und Erfahrungen eines Autors von Seanchui
Rezi von Roach

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