Friedhöfe und Totengräber

In meinen Abenteuern habe ich unter anderen eine Totengilde etabliert. Diese Gilde besteht aus Totengräber, Friedhofswärter und derlei Gestalten, die sich zum Bestattungsgewerbe berufen fühlen. Primäre Aufgabe der Gilde ist es, sich um ihre Mitglieder, die ihren Beruf nicht mehr ausüben können zu kümmern oder sich um Hinterbliebene dieser Mitglieder zu versorgen. Mit der Zeit hat die Gilde aber ein großes Archiv von Totenbüchern, Ahnentafeln und historischen Schriften gesammelt. Die Gilde selbst ist wenig hierarchisch gegliedert und hat nur in wenigen Großstädten Gildehäuser und Archive, dafür sind sie dort umso größer und umfangreicher. Vorteile für den Spieler, abgesehen von einer kostenlosen Beerdigung bei entsprechendem Ruf, ist, dass man durch Aufträge und anderen kleineren Quests sowie Spenden, Zugang zu den Archiven bekommt, freie Kost und Logis bei Mitgliedern der Gilde hat und vielleicht einen Hinweis zu anderen Quests bekommt. Das klingt nicht sehr aufregend, aber ich finde, dass es das Spiel bunter macht. Es müssen ja nicht immer die Harfner sein… Möglichkeiten zum ausgestalten bleiben natürlich jedem selbst überlassen.

Jedes Dorf hat höchstwahrscheinlich einen Totenacker. Dies ergibt sich aus der Notwendigkeit heraus, da bekanntlich immer gestorben wird. Aber auch Klöster können eigene Friedhöfe unterhalten. Der Totenkult gibt viel her, um Abenteuer zu entwickeln. Bei der Ausgestaltung der Grabanlagen kann man sehr kreativ sein, mitunter hat man aber überhaupt keine Idee. Auf dem Blog von Eisenhofer bin ich auf eine hervorragende Tabelle für die Gestaltung von Friedhöfen gestolpert.

Die Fridhofwärter und Leichenbestatter sind bei mir meist kauzig und verschroben, sonderbar auf eine ganz eigene Art. Mitunter können sie Geschichten aus vergangen Tagen erzählen, als wären sie selbst dabei gewesen. Sie kennen die Legenden und morbiden Geheimnisse des Dorfes oder des Landstriches in dem sie arbeiten. Grundsätzlich habe ich das mit der Totengilde erklärt, doch was wäre, wenn mehr dahinter steckt?

Der Rorschachhamster hat im Rahmen seiner Sonntagsmonster eine neue spielbare Rasse vorgestellt: Die Untoten oder Spartoi. Nicht nur die exzellente Ausarbeitung sondern auch die Verbindung mit Totengilde und der Friedhofstabelle, bringen mir eine ganze Reihe neuer Ideen für künftige Nebenquests in Abenteuern. Und allen anderen hoffentlich auch :).

2 Kommentare

  1. Mit dem Totenbüchern und Ahnentafeln kann man sicher auch etwas in Abenteuern anfangen. Die Abstammung von einem bestimmten Menschen kann ein Hinweis sein, genauso wie man vielleicht über Totenbücher einen vorsichtigen Nekromanten auf die Spur kommen kann. Kurz gesagt, investigative Abenteuer können davon nur profitieren.

    1. Richtig, im jetzigen Abenteuer meiner Gruppe ist ein Nekromant auch der Endgegner. Bis sie auf ihn treffen, gibt es immer wieder merkwürdige Friedhofsschändungen. Ich versuche die Abenteuer ausgewogen zu gestalten. So gibt es neben den Begegnungen auch viele Rätsel und Ermitlungsarbeit. Dem Inquisitor freuts 🙂

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