Gesinnungen: Auswertung

Nach dem Bericht über die Einführung und stärkere Beachtung des Gesinnungsspiels in unseren Runden, kommt hier die Auswertung (Link zum ersten Beitrag).

Es klingt natürlich sehr konsequent, wenn man die Gesinnung eines Charakters in das Spiel mit einbezieht und die Mechanik wird ja auch von offizieller Seite angeboten. Wir wollten mal testen, wie es tatsächlich ist. Auch schon früher hat der jeweilige SL eingegriffen; bei Paladinen und Priestern gab es dann besondere Boni oder auch mal den einen oder anderen Malus beim Wirken von Zaubern. Doch konsequent wurde nicht bei jeder Klasse darauf geachtet. Zum einen ist es schwer einen Beurteilungsrahmen zu finden, zum anderen engt es doch mehr und mehr eine freies und improvisiertes Verhalten ein. Ich spiele derzeit einen neutral/bösen Schurken, im Prinzip habe ich die Gesinnung gewählt, weil er sein eigenes Ding durchzieht, sprich auf seinen Vorteil bedacht ist. Das beinhaltet aber auch viele gute Taten, Geschenke  (Bestechungen), ich arbeite mit der Gruppe aus guten Chars eng zusammen um sie später für meine Zwecke zu manipulieren, ich weiß, dass klingt nicht nett, aber es fehlt auch an einen Anführer. Offiziell überlasse ich die Position den Priester, doch sind seine Entscheidungen nicht unbedingt zielführend. Da wir in der Gruppe entscheiden ist es natürlich ideal, wenn mir einige aus der Gruppe was schuldig sind und meine Entscheidungen eine Mehrheit finden. Dies ist nicht bei jeder Entscheidung so, nur bei den wichtigen und ich bin natürlich daran interessiert, dass sie Leute, die mit mir unterwegs sind, gut ausgestattet sind. Ich halte es für unsinnig armen, kranken oder sonstigen Bedürftigen Gold zu geben, während wir eine Bag of Holding bräuchten. Der SL weiß von meinen Ambitionen irgendwann einmal eine eigene Schurkengilde zu gründen, so ist mein Char ausgelegt und um dieses Ziel zu erreichen würde er alles tun.

Ein weitere Char aus meiner Gruppe, ein Magier, träumt von Macht und seinen eigenen Elfenbeiturm. Er ist trotz seiner neutral/guten Gesinnung mein stärkster Verbündeter. Zumal er von meinen Entscheidungen am meisten profitiert. Zaubersprüche sind teuer! Der Priester und der Druide sind da viel mehr auf die Gegenwart fokussiert: Gutes tun und Bäume knutschen und planlos durch die Welt wandern erfordert wenig langfristiges Denken, weswegen die Gesinnung überprüfbarer ist.

Aus diesem Grund haben wir das Gesinnungsspiel wieder auf ein Maß zurückgedreht, welches der Bedeutungslosigkeit gleich kommt. Es hängt immer von der langfristigen Planung eines Chars ab, dies ist aber nicht nachprüfbar für den SL außer man weiht diesen ein, aber dies sollte keine Pflicht sein müssen. Während der Experimentierphase haben wir auch wenig mit Sanktionen gearbeitet, eigentlich nie, es hätte den Spielfluss extrem unterbrochen oder zu endlosen Diskussionen geführt. Trotzdem war es auch mal schön über dieses Thema zu reden.  Alle anderen fanden es auch eher unpraktikabel.

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