Ideen für Abenteuer

Mitunter sitzt man da und sucht Ideen für das nächste Abenteuer. Egal ob Pathfinder oder Chutulhu, was fehlt ist ein Plot. Abenteuer zu schreiben ist allerdings nicht unbedingt so schwer, alles was man braucht ist ein Plot oder Idee. Ich bin ein großer Freund von Recycling und jedes Abenteuer welches ich für Pathfinder schreibe, ist mit leichten Modifikationen auch für Cthulhu und umgekehrt spielbar (dazu in einem andern Beitrag mehr). Nun ist es so, dass sich spontan eine Gruppe zusammenfindet und man hat maximal ein oder zwei Stunden Zeit etwas auszuarbeiten. Sollte man kein fertiges Abenteuer für Notfälle haben und alle anderen sind schon in der einen oder anderen Form bekannt, ist Improvisation gefragt.

Man kann natürlich das Internet nach passenden One-Shoots durchsuchen, doch meine Erfahrung sagt mir, dass man wertvolle Vorbereitungszeit mit der Suche vergeudet. Hinzu kommt, dass nicht alle Abenteuer so ausgearbeitet sind, dass ein Spielleiter sie ohne Anpassungen leiten kann. Sollte man über bestimmte Regelwerke verfügen, sind vielleicht schon einige Abenteuer darin vorhanden. Ansonsten geben einen Bücher und Fernsehserien wie Game of Thrones oder Akte X viele Ideen. Man braucht (und sollte auch nicht) komplett alles übernehmen was man in einem Film oder Buch gesehen oder gelesen hat. Es geht hier nur um einen Plot, auch handelt es sich nur um ein einzelnes Abenteuer und nicht um eine Kampagne. Insofern braucht man sich auf eine Entwicklung und Fortführung der Geschichte nicht besonders konzentrieren.

Der Vorteil ist für den Spielleiter bei der Nutzung von Büchern und Filmen ist, dass er eine ziemlich genaue Vorstellung von dem Setting hat… wenn er die Serien kennt, wenn nicht kann man sich an bisherige Abenteuern orientieren. Prinzipiell hat Abenteuer zu schreiben viel mit dem Schreiben von Drehbüchern zu tun. Die Spieler werden mit einem Problem konfrontiert, es gibt bestimmte Dinge die einer Lösung im Wege stehen und der oder die Protagonisten ist/sind in einer wie auch immer gearteten Gefahr.

Halten wir es einmal ganz einfach und nehmen folgenden Ansatz:

Problem:
Ein Haustier wird vermisst, ein Hund zum Beispiel. Der Besitzer weiß, dass er gerne auf dem Grundstück eines Nachbarn rumstreunt allerdings ist er schon einige Tage verschwunden.

Schwierigkeit:
Die beiden Nachbarn sind zerstritten, daher möchte der Besitzer nicht selber dahingehen.
oder:
Angeblich passieren in dem Haus seltsame Dinge man sieht den Nachbarn auch nie und man hat etwas Sorge.

Gefahr:
Um hierbei mal zu verdeutlichen, dass der Begriff Gefahr nicht unbedingt etwas mit der Existenz des Charakters zu tun haben muss, können mögliche Gefahren auch sein, dass man mit dem Betreten des Grundstücks oder des Hauses vielleicht in Konflikt mit den Gesetz kommt. Ein anderer Nachbar hält die Abenteurer für Einbrecher und ruft die Polizei/Stadtwachen (je nach Setting).
oder aber: (und wahrscheinlich cooler)
Man entdeckt dort ein dunkles Ritual welches grade stattfindet.

Es geht um die Geschichte und die Herausforderung. Für die Geschichte ist die Fantasie des Spielleiters gefragt, für die Herausforderung die Regelsicherheit. Der oben genannte Plot ist wirklich eben beim Schreiben entstanden, trotzdem lässt sich daraus bestimmt etwas machen, es soll allerdings nur zeigen, dass die Idee am Anfang steht. Wie interessant alles ist, hängt von der Beschreibung der Umgebung und der Glaubwürdigkeit des Beschriebenen ab.

Dann gibt es gerade bei Pathfinder noch die Möglichkeit eines klassischen Dungeon Crawlers. Ob dies beliebt bei den eigenen Spielern ist, muss man als Spielleiter wissen. Hierbei muss es allerdings nicht überwiegend zu Kämpfen kommen, Herausforderungen können auch in Form von Rätseln erfolgen.

An sich ist es leichter Cthulhu Abenteuer ins Pathfinder System umzuarbeiten. Grundsätzlich sind es zwar zwei Spielvarianten bei dem die Spieler meist unterschiedliche Schwerpunkte setzen, allerdings war bis jetzt noch keiner unzufrieden, wenn es mehr investigativ war. Dafür ist es aber leichter Ideen für Cthulhu zu finden (für mich zumindest).

Bei einigen, die dies lesen, ist das Kind vielleicht schon in den Brunnen gefallen und jeden Moment klingelt es an der Haustür, das tut mir leid aber ich habe da auch kein Wundermittel. Meine Abenteuer stelle ich nicht ins Netz (noch nicht!) und eine gute Idee ist immer Situationsabhängig.

Für alle anderen empfehle ich, ein oder zwei Abenteuer in Reserve zu halten. Abenteuer werden nicht schlecht!

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