1W100 – Random Blog Encounters

In wenigen Stunden verabschiedet sich das Jahr 2017 und meine Winterpause beginnt mit der zweiten Hälfte. Ende Januar bin ich wieder live auf Sendung. Bis dahin warte ich wie angekündigt mit den 1W100 Random Blog Encounters auf.

Die Idee dahinter ist einfach: 100 Fragen zum Thema Bloggen und Rollenspiel. Man kann es als Blogaktion oder einfach als Inspiration sehen. Immer wenn man Lust hat, schnappt man sich einen Würfel mit 100 Seiten und kann so eine Frage gestellt bekommen. Natürlich kann man auch eine Frage bewusst aussuchen; Big Brother isn’t watching you! Wenn man keinen entsprechenden Würfel hat, findet man im Netz Simulatoren z.B. bei Rollbutler.

Hundert Fragen hört sich simpel an, aber es ist schwerer als man denkt, einhundert interessante und einzigartige Fragen zu finden. Wenn eine Frage mal nicht eurer Geschmack sein sollte, nehmt eine +1, interpretiert die Fragen nach euren Vorstellungen und lasst es mich wissen. Im nächsten Jahr kommt dann vielleicht eine überarbeitete Version raus 😉

Nun aber die Fragen 🙂

Logo kann für die Aktion gerne genutzt werden!

1

Feste, Feiertage und Gesellschaft. Verknüpfst du Rollenspielabende mit Festen? Geburtstagsparty in Golarion oder Halloween mit Cthulhu? Und wenn ja, wie sieht das aus? Passende Abenteuer oder gechillt mit Snacks und Getränken (mehr oder andere als sonst?)

2

Wie und mit welchem System hast du angefangen? Eine Standardfrage aber kennst du noch den Namen deines ersten Helden oder des ersten Abenteuers oder kannst dich an den Inhalt erinnern?

3

Wie groß sind deine Runden? Was ist für dich die ideale Größe als Leiter oder Spieler? Wie groß war Deine größte Runde? Und die kleinste?

4

Wie viele Systeme besitzt du und wie viele spielst du? Hast du ein Liebling und warum ist es dein Liebling? Bist du Sammler eines Systems, welches du vielleicht selten bis nie gespielt hast, es aber einfach gut findest?

5

Spielst du am Tisch oder über den PC? Worin bestehen für dich die Unterschiede? Was magst du lieber? Streamst du?

6

Schreibst du selber Abenteuer oder kaufst du sie? Was findest du besser, wenn du beides schon gemacht hast, oder besser worin liegen jeweils Vor- und Nachteile?

7

Worauf kommt es dir am meisten bei einem Abenteuer an? Schnetzeln oder schwatzen?

8

Wie dick ist dein dickstes Buch/Wie viele Seiten/schwer ist es/hat es? Wie ist der Regelteil und wie der Fluff? Kurz: Schrecken dich dicke Bücher ab?

9

Leitest du gerne? Wie leitest du? Kritische Selbstanalyse 😉

10

Was für ein Spielertyp bist du?

11

Wo siehst du dich in 10/20 Jahren? Wirst du immer noch spielen? Wie wird sich das Spielen deiner Meinung nach innerhalb dieser Jahre verändern?

12

Crowdfundings: Hast du daran teilgenommen? Wie viel Geld hast du dafür ausgegeben? Gab es Enttäuschungen?

13

Technische Hilfsmittel am Spieltisch: Ja oder Nein?

14

Du hast ein Sabbatjahr bekommen. Was machst/spielst du? Besuchst du Messen? Schreibst du dein eigenes System?

15

Gygax, Arneson, Greenwood, Perkins oder Vin Diesel… es gibt schon einige bekannte Personen in der Rollenspielszene. Würdest du eine kennenlernen und über das gemeinsame Hobby philosophieren wollen? Und welche Person wäre das?

16

Rituale: Würfel sind für einige Spieler ein fast schon sakraler Gegenstand, den niemand außer ihnen berühren darf. Einige schweißen den Charakterbogen ihrer verstorben Helden in Laminat ein. Es gibt so manchen Spleen, hast du selber einen oder ist dir das zu nerdig?

17

Kaufst du vor Ort?

18

Hund oder Katze? Kaffee oder Tee? Eher Elf oder Ork? Gut oder Böse?

19

Wurdest du schon einmal wegen deines Hobbies schief angesehen?

20

Wenn du eine gute Idee hast, entweder als Spielleiter oder als Spieler und die anderen Spieler gehen in eine ganz andere Richtung, versuchst du indirekt die Gruppe auf deinen Weg zu ziehen oder nimmst du es hin? Und wenn es öfter passiert?

21

Was macht das Hobby für dich aus?

22

Wann hast du zum letzten Mal etwas neues probiert?

23

Sollte es zu einem deiner Lieblingssysteme Merch oder Bücher geben, konsumierst du diese? Sind die Bücher auch für nicht Eingeweihte lesenswert?

24

Spielst du auch Computerspiele?

25

Wenn du aus allen Systemen die Du kennst eines wählst, mit dem du am liebsten in das Hobby eingestiegen wärst, welches wäre dies?

26

Was sind deine Vorzüge als Spielleiter/Spieler und was sind deine Defizite?

27

Schrödingers Goblin: Wie wichtig ist Immersion für dich?

28

Die unerträgliche Leichtigkeit des Systems: Hast du schon einmal ein Regelwerk weggelegt, weil es zu schwer oder zu leicht war?

29

Wie arbeitest du dich in ein neues Regelwerk ein?

30

Essen am Spieltisch?

31

Was bedeutet Spielspaß für dich?

32

Rollenspielender Blogger oder bloggender Rollenspieler? Wie wichtig ist beides im Vergleich zueinander?

33

Hast du schon einmal einen Charakter gespielt, der ein anderes Geschlecht als deines besaß?

34

Tavernenspiel oder Hack n’Slash?

35

Für D&D sind bereits drei Filme herausgekommen, für elektronische Rollenspiele kommen alle naselang Filme raus. Es gibt auch Filme über das Rollenspiel. Schaust du solche Filme? Warum oder warum nicht? Und über welches Rollenspiel sollte es einen Film geben?

36

PDF oder Totholz?

37

Wie gehst du mit deinen Büchern um? Arbeitsmaterial oder Kunstwerk?

38

Schreibst du Abenteuer mit der Hand oder am PC?

39

Hattest Du schon einmal Phasen, in denen du keine Lust aufs Spielen hattest?

40

Du hättest die Möglichkeit die Rollenspielszene zu revolutionieren. Was würdest du tun?

41

In welcher Jahreszeit spielst du am meisten oder macht dir am meisten Spaß oder ist das egal?

42

Deine Runde ist zum ersten Mal bei dir eingeladen. Was bereitest du für die Gäste vor?

43

Spielst du lieber bei dir oder woanders?

44

Jedes System hat Gegner, in Form von Monstern, Kultisten, Verbrechern. Welche Gegner sind dir die liebsten oder brauchst du die Herausforderung eines Kampfes gar nicht?

45

Nutzt du Zufallstabellen? Wenn ja, machst Du sie selber oder woher bekommst du sie?

46

Was ist ein absolutes NoGo am Tisch? Alkohol, Sex oder Drogen?

47

Vergisst du manchmal die Zeit während des Spielens? Wie wichtig ist Zeitmanagement als Spielleiter?

48

Was machst du bei einer neuen Version?

49

Liest du Fanzines?

50

Aus und vorbei. Der letzte Gegner ist besiegt, die letzten EP verteilt. Hast du schon mal ein gekauftes Abenteuer/Kampagne erweitert, weil sie dir so gefallen hat?

51

Wie stehst du zu EP für gutes Rollenspiel etc.?

52

Nutzt du Hilfsmittel beim Erstellen von Abenteuern? Und wenn ja welche? Wie gut bist du darin?

53

Spielen immer dieselben Spieler in deiner Runde? Wechselt der Spielleiter auch mal?

54

Kampagnen, Einzelabenteuer oder eine lose Reihe von Abenteuern? Was begeistert dich am meisten?

55

Nach den Regeln des Spiels oder Hausregeln?

56

Battlemap, Minis und Tiles? Selbstgebastelt oder gekauft?

57

Bildersturm: Sind Illustrationen in einem Regelwerk für dich wichtig?

58

Welche Blogs oder Podcasts konsumierst du?

59

Wie lange hast du an der längsten Kampagne gespielt? Wie lange sollte eine Spielsitzung gehen? Wie lange eine Kampagne?

60

Deutsch, englisch oder… ? In welcher Sprache sollte dein Grundregelwerk sein? Ist englisch in Ordnung? Welches Spiel würdest du gerne übersetzt sehen?

61

Rollenspiel oder gespielte Rollen (im Englischen kommts besser rüber 😉 )? Sind Emotionen und zu sehr „im Charakter sein“ peinlich oder großartig?

62

Zusätzliche Gnade: Lässt du als Spielleiter mal alle Fünfe gerade sein, wenn ein Spielercharakter kurz vor dem Ableben steht? Wie siehst du es als Spieler?

63

Alle reden am Tisch über den neuesten Film im Kino, den alle außer dir gesehen haben und das nervt dich, weil du nicht mitreden kannst oder endlich anfangen willst. Was machst du?

64

Solltest du und deine Runde ausschließlich am physischen Tisch sitzen, habt ihr eine gemeinsame Bibliothek, kauft nur einer alle benötigten Bücher oder kauft sie jeder für sich wie er sie braucht?

65

Gesinnungscheck: Du findest einen Gegenstand, der verdammt wertvoll ist, behältst du ihn und kaufst dir davon ein Rüstungsteil/Zauber etc. welchen du schon lange haben wolltest oder teilst du den Verkaufserlös mit der Gruppe? Wie sehe es aus, wenn es zu deiner Rolle passen würde?

66

Hardcore oder Softcore: Wie fließen die EP in deinem Spiel oder spielst du stufenlose Systeme?

67

Handouts sind cool, oder?

68

Hast du einen extra eingerichteten Raum zum Spielen, oder spielt ihr im Wohnzimmer etc.? Hättest du gerne einen?

69

Hast du schon einmal an Runden aus Amerika/GB etc. teilgenommen? Hangout z.B.?

70

Liest du gerne Spielberichte/siehst du gerne Lets Plays?

71

Welche Welt eines Buches/Films/einer Serie würdest du gerne als Rollenspielsetting umgesetzt sehen und mit welchem Regelsystem würdest du es gerne spielen?

72

Rollenspiel ist doch nicht nur fun, oder? Was macht dir wenig bis gar keinen Spaß am Hobby?

73

Hast du Sekundärliteratur zum Thema? Ist sie für dich nützlich?

74

Rollenspieler können auch Sammler sein. Hast du einen Hang zum Sammeln oder gar zum Hoarding? Würfel, Bücher, Minis etc.?

75

Eine Person in der Realität, ein Charakter in der Fiktion: Wen würdest du gerne kennenlernen und warum?

76

Wenn du dich als Charakter in einem von die favorisierten System nachbauen würdest, welche Werte hättest du?

77

Dein erster Charakter?

78

Kennst du andere Blogger im Reallife?

79

Wissen deine Mitspieler von deinem Blog oder ist ihnen die Internetgemeinschaft der Rollenspieler gänzlich egal bzw. unbekannt?

80

Worüber bloggst du? Was inspiriert dich, was findest du an Themen spannend? Auch auf anderen Blogs?

81

Siehst du dich als Nerd/Geek? Könnten andere dich so sehen und welches Gefühl hast du bei diesen Begriffen?

82

Hast du schon einmal etwas veröffentlicht? In Verlagen?

83

Zufallsbegegnungen ja/nein? Wie siehst du das als Spieler? Gibt es Zufälle für dich als Leiter?

84

Betreibst du auch einen anderen Blog? Worum geht es da? Würdest du einen anderen Blog betreiben wollen?

85

Wo treibst du dich in den sozialen Medien rum?

86

Hast du schon mal eine Challenge gemacht?

87

Wie sollte ein Blog sein? Wie ein Artikel? Lang, kurz?

88

Du bekommst 2 Millionen Euro, wie würdest du sie ausgeben? Spenden und verschenken ausgenommen.

89

Die berühmte einsame Insel: 5 Dinge und drei weitere Personen darfst du mitnehmen, welche wären das? (Alle Personen sind erlaubt)

90

Pizza, Burger, Hot Dog oder lieber Braten, Quisch oder Gemüseauflauf? Und im Spiel? Was essen die Abenteurer oder gibts Standardrationen?

91

3 Kupfer für ein Bier in der Taverne, einen Dollar für einen Whisky in der Flüsterkneipe. Wie handhabst du ingame die Finanzen? Gruppenkasse für größere Ausgaben oder jeder für sich? Wie wichtig ist Geld im Spiel oder ist es eher ein nebensächlicher Aspekt?

92

Dein Lieblingssystem wird eingestampft. Bleibst du trotzdem dabei oder suchst du Ersatz, immerhin wird es keine neuen Sachen mehr geben?

93

3 Dinge, die du mit einem gelungenen Spieleabend verbindest und warum?

94

Ein Spieler fällt für längere Zeit aus.  Spielt der Rest der Gruppe das Abenteuer weiter? Wenn ja, übernimmt ein anderer Spieler den Charakter oder gar der Spielleiter? Oder erklärt man die Abwesenheit im Spiel? Und wie sieht es mit EP und Stufenunterschieden aus?

95

Das Internet hat viel verändert. Spielen wie 1989, wäre das eine schöne Sache oder was möchtest du nicht mehr missen? Foren, Blogs, Hangouts etc.

96

Star Wars, Star Trek und/oder Herr der Ringe, welches Universum begeistert dich?

97

Besitzt du Haustiere? Gab es schon einmal bemerkenswerte Vorkommnisse mit einem Tier im Rollenspiel?

98

Machst du bewusst längere Blog- oder Spielpausen?

99

Dein Internetzugang funktioniert nicht und/oder dein Rechner ist abgeschmiert. Schlimm oder aber das Leben geht weiter? Was machst du? Lesen, spazieren gehen, weinen?

100

Die letzte Frage! Was willst du unbedingt noch mal tun, wofür Du bisher keine Zeit, Geld etc. hattest?

Lovecraft – Gegen die Religion

H.P. Lovecraft – Gegen die Religion jmb-Verlag. ISBN 978-3-944342-94-8

H.P. Lovecrafts Gegen die Religion ist eine Übersetzung einer Sammlung von Briefen und Essays, die HPL zum Thema Religion verfasste. Herausgegeben wurde die 240 Seiten umfassende deutsche Ausgabe von Sebastian Bartoshek, Fabian Dombrowski sowie Stephanie Dreyfürst und erschien im August diesen Jahres beim jmb-Verlag.

Wesentlich größer als Lovecrafts fiktionales Werk ist seine Hinterlassenschaft an Briefen und Essays – eine Tatsache, die erst durch die Qualität dieser Texte Relevanz bekommen kann. Gegen die Religion könnte diesen Beweiß erbringen.

Das Buch besteht aus Briefen und Essays oder Auszügen dieser, die Lovecraft seinen zahlreichen Bekanntschaften schrieb oder in einigen Magazinen veröffentlichte. Die thematische -anstelle einer chronologischen- Gliederung der Schriften gefällt mir sehr. So geht es von persönlichen über allgemeine Gedanken zur Religion und dann Wissenschaft sowie Gesellschaft und Religion. Es liegt in der Natur der Sache einer Briefsammlung, dass es inhaltliche Überschneidungen gibt, HPL hatte seine Briefwechsel nicht nach dem Inhaltsverzeichnis eines, nach seinem Tod erscheinenden, Buches ausgerichtet. Was überall mitschwingt, ist die Kritik an Religion und die Verteidigung des Atheismus und des Materialismus. Letzteres schreckte mich persönlich anfangs auch ein wenig von der Lektüre ab. Ich kannte vor diesem Werk Lovecrafts grobe Meinung zum Theismus und stimmte damit grundsätzlich überein. Warum also Eulen nach Athen tragen, dachte ich? Weil Lovecraft im nicht-fiktionalen Teil seines Erbes besser formulierte. Das ist zumindest meine Meinung. Sein Verstand war scharf, er schrieb präzise und ohne übermäßigen Gebrauch von Adjektiven, wie man ihm mitunter vorhält. Es fällt mir als Leser leicht ihm zu folgen. Dabei war er am besten, wenn er für den Atheismus bzw. den Materialismus argumentierte. Hier arbeitete er die Erkenntnisse seiner Zeit ein, verwies auf andere Autoren und ging rein rational an die Dinge heran.

Allerdings schwingt die Tür dann zurück, wenn er gegen die Religion bzw. den Glauben schreibt:

Es gibt keinen natürlichen Hang zur Religion. […] Heute überlebt sie unter der weniger analytisch denkenden Bevölkerung nur, weil diese über weniger wissenschaftliches Faktenwissen verfügt und weil ihre emotionale Ausprägung fortwährend beeinflusst, ja verkrüppelt, wurde von der religiösen Propaganda, die ihnen in der Kindheit eingetrichtert wurde, bevor sie bevor ihr Verstand und ihre Gefühle sich über den kindlichen Zustand der hilflosen und unkritischen Aufnahmebereitschaft hinaus entwickeln konnten

Seite 60/61

und weiter

Die stumpfsinnige und verheerende Frömmigkeit und der Buchstabenglaube der Provinzevangelikalen können doch nur noch in intellektuellen rückständigen Gegenden wie Tennessee, Mississippi, Iowa etc. überleben […]

Seite 71

Lovecraft war kein Wissenschaftler und solche Aussagen gründen nur in seinen Beobachtungen. Ob Bildungsferne zu einer erhöhten Religiosität führt bleibt offen. Er führte hier keine Philosophen oder Soziologen an. Zumal Lovecraft auch allenfalls eine Situation im ersten drittel des vergangenen Jahrhunderts beschreiben konnte. Unkritisch sollte man sich also nicht derartige Meinung zu eigen machen, klar.

Aber es kommt nicht nur auf die inneren Werte an. Wie schaut das Buch aus? Lovecraft verweist auf einige Personen oder verwendet Begriffe, die nicht immer sofort bekannt sind. Hilfreich sind daher die Fußnoten, die am Ende der jeweiligen Seite angebracht wurden, nicht wie im Original am Ende des Buches in gesammelter Form. Beide Varianten mögen Fürsprecher haben, ich fand es aber angenehm, direkt eine Erklärung zu einer Person o.ä. zu haben. Bei den Fußnoten möchte ich aber auch sagen, dass sie grundsätzlich sehr gut, weil nützlich waren.

Für wen ist das Buch geeignet? Ich glaube, es gibt einige, die Gegen die Religion mit einem Gewinn lesen könnten. Da sind diejenigen, die sich für die Person Lovecraft interessieren. Im Moment sind gerade zwei biografische Werke erschienen, dennoch geben die Gedanken HPLs in Briefen ein besseres, zumindest aber ein abgerundetes, Bild von seiner Person. Letztendlich ist es mir so ergangen, auch weil ich seine Art zu schreiben sehr erfrischend fand. Sekundärliteratur sieht anders aus! Die Sammlung von Briefen und Essays kann nicht direkt zur Einordnung der fiktionalen Geschichten dienen. Lovecraft geht nicht auf seine Werke ein. Ob Cthulhu nun ein Gott oder ein Außerirdischer ist, platt formuliert, wird nicht geklärt.

Mir hat das Buch sehr gefallen, es war gut lesbar und auch einige Gedanken zum Atheismus konnte ich mitnehmen. Für Liebhaber des Autoren eine Kaufempfehlung.

Es sei hier erwähnt, dass mir das Buch als Rezensionsexemplar vom Herausgeber überlassen wurde.

 

 

AutorH.P. Lovecraft
TitelGegen die Religion
Verlagjmb
Erschienen8/2017
ISBN978-3-944342-94-8
Herausgeber/ÜbersetzerBartoschek, Dombrowski, Dreyfürst
CoverBirte Svea Philippi
Seiten240
Preis19,95
Original AusgabeAgainst Religion. Hrsg. S.T. Joshi, Sporting Gentlemen

5 Jahre Gelbe Zeichen

Töröööö! Fünf Jahre schreibe ich schon an und in diesem Blog. Allen Kommentatoren, Lesern und Besuchern ganz herzlichen Dank! Bloggen macht Spaß aber ihr macht bloggen großartig!

Dieses Ereignis will ich nutzen, um etwas zurückzublicken und auch nach vorne zu sehen.
Im letztem Blogwatch habe ich es angedeutet: Ich habe gelogen!

Am 16. November 2012 ging der erste Beitrag auf diesen Blog unter dieser Domain online.

Das habe ich im 15. BW geschrieben. Nachweislich falsch. Der erste Eintrag hier hat eine Jahreschronik zum Inhalt, die ich bereits 2011 verfasste. Diese lud ich erst auf eine meiner Seiten hoch und als ich jene aufgab, richtete ich mir ein WordPress.com Blog ein. Die Idee hinter dem fremdgehosteten Blog war, dass er unabhängig von meinen Websites immer ein sicherer Hafen für Spielhilfen sein würde.

Erst im November 2013 habe ich Gelbe-Zeichen.eu als Blog aufgesetzt. Folgend habe ich den 4. Jahrestag mit dieser Domain. Warum der erste Artikel dann hier mit 16.11.2012 angezeigt wird? Importfunktion! Ich habe gelogen, unbeabsichtigt zwar, aber Fake News bleibt Fake News. Das Gute daran: Ich könnte nächstes Jahr nochmal den 5. feiern und habe dann auch genug Vorlauf um etwas ganz tolles zu veranstalten 😉 Aber egal wo, ich blogge seit fünf Jahren über Rollenspiel!

Wie sieht aber die Zukunft aus? Bald beginnt der Dezember und damit gehe ich in die Winterpause. Den Blogwatch wird es aber durchgängig geben, wenn vielleicht das ein oder andere Mal aus der Konserve (26.12. und 2.1. z.B.). Auch ändere ich im nächsten Jahr die Nummerierung des Blogwatch von einer fortlaufenden zu einer auf dem Datum basierenden Nummer (BW 1/18, 2/18 usw.). Finde ich übersichtlicher und man kann beim stöbern bereits anhand der Überschriften einordnen, von wann der Rückblick ist.

Ende Dezember gibt es dann noch wenigstens einen Beitrag. 1W100 – Random Blog Encounters. Meine Idee war ein Fragebogen mit 100 Fragen aus denen man mit einem W100 zufällig eine Frage auswählt. So hat man, wenn man denn will, eine inspirierende Blogaktion ohne das zu viele ähnliche Antworten gleichzeitig auf verschiedenen Blogs auftauchen. Ob das topt oder flopt kann ich nicht voraussehen. Zur Not werde ich alle Fragen zum nächsten RPGaDay beantworten… Das wären täglich 3+ Beiträge!

Die Blogpause werde ich nutzen, um den Blog auf Vordermann zu bringen. So eine Inspektion ist nach einigen Jahren immer mal geboten, zumindest bei mir 😉 Auch hier mache ich vorher noch eine Ankündigung.

Aktuell läuft die Blog-O-Quest zum Thema Wettbewerbe, Aktionen und Blogtouren, was mich auf eine Idee brachte. Ich bin ein fauler Hund und wollte eigentlich mehr Rollenspielcontent liefern, also werde ich mir selber eine Motivation fürs nächste Jahr schaffen und mache die 1W100 Charaktere-Challenge. 100 Spieler- oder Nichtspielercharaktere ausformuliert und fertig fürs Abenteuer. Dabei werde ich mich auf Call of Cthulhu konzentrieren, vielleicht auch andere Systeme, Pathfinder wird aber wohl in den Hintergrund rücken, die letzte Runde in Golarion hat ausgespielt.

Das soll aber genug der Rede sein, vielen Dank an alle Leser! Hoch die Teetassen, auf die nächsten fünf Jahre!

Cheers

Blogwatch No. 19

Die 19. Ausgabe des Blogwatch ist gleichzeitig mein 5. Jahrestag auf WordPress.com, zumindest schreiben die mir das so. Indes habe ich meinen ersten Beitrag am 16. November 2012 gepostet und, wie ich recherchiert habe, schamlos in einem meiner letzten Beiträge gelogen. Worüber und ob ich jetzt meine Glaubwürdigkeit ein für allemal verloren habe, wird am 16. in einer großen Enthüllungsstory aufgedeckt. Darin geht es auch um nichts Geringeres als die Zukunft dieses Blogs!

Bis dahin schlafe ich aber noch zweimal. Und Schlaf ist ein gutes Stichwort: Im Schlaf träumte er so manchen Traum, der in Geschichten fand einen Raum. Die Rede ist von Lovecraft. Der Tagesspiegel widmet ihm bzw. zwei Werken, die sich mit seinem Leben und Werk befassen, einen recht gelungenen Artikel. Lesenswert!

Neues aus der Community

Vermeide zu spezifische Regeln könnte die Übersetzung eines Artikels auf Dungeon Fantastic sein. Dabei liegt es auf der Hand: Jede Regel die zu speziell ist, bläht das ganze System auf und kann so den Spielspaß mindern. Sollte man im Hinterkopf behalten.

Auf Gnome Stew ist ein Artikel erschienen, der die Frage in den Raum wirft, wie ein Dungeon konzipiert sein sollte: Should ALL Dungeons be Five Room Dungeons?

Die anRUFung ist nun auch schon wieder vorbei und ihre Eindrücke dazu schildert Black Dragon auf ihren Blog. Irgendwann nehme ich bestimmt auch mal an der anRUFung teil… 😉

Das Projekt: Mega Dungeon (ist meine Bezeichnung, hat glaube ich keinen Projektnamen^^) von Neue Abenteuer nimmt Gestalt an. Letzte Woche verlinkte ich den Post in dem Infernal Teddy seine Idee vorstellte. Nun werden konkretere Angaben zum Plot gemacht. Ich bin gespannt wie sich das entwickelt.

Der Charaktertod, bzw. die Diskussion darüber, wird wahrscheinlich nie sterben 😉 Sal von w6 vs. w12 greift dieses Thema auf und steuert seine Sicht bei. Nach meiner Auffassung gehört auch das vermeintlich banale Ableben zum Spiel dazu.

Unter die Lupe genommen (Rezensionen)

Engor nimmt die aktuelle Ausgabe des Uhrwerk Magazins unter die Lupe. Für ihn ist es gleichzeitig die letzte Ausgabe, die er auf seinen Blog bespricht, da die DSA Inhalte (Myranor und Tharun) wohl inhaltlich keine Rolle im Mag mehr spielen werden. Wie dem auch sei, die aktuelle Ausgabe hat Grusel, Horror, Angst zum Schwerpunkt. Es gibt dazu noch einiges an Spielmaterial.

Medien

In der 81 Folge des Eskapodcast gibt es eine ultimative Einkaufsliste für ein Dungeonabenteuer. Kann auch als Inspirationsquelle für den aktuellen #RSPKarneval dienen 🙂

Vermischtes

Machts gut und danke für den Spaß, sagte André Wiesler und nimmt zum Ende des Jahres seinen Hut und verlässt Ulisses. Der sympathische Chefcrowdfunder bleibt dem Verlag aber als freier Mitarbeiter erhalten. Philipp Neitzel übernimmt die Rolle als Ansprechpartner im Bereich der Crowdfundings.

System Matters sucht Autoren für Beyond the Wall. Ein Exposé kann man bis zum 15. Dezember einreichen.

Werbung

Alles begann vor Jahren mit einem Scherz: Der Orkenspalter Kalender. Daraus ist mittlerweile regelmäßiger Ernst geworden, wenn auch kein bitterer. Für alle prüden verbitterten, die Anstoß an nackter Haut nehmen, hat Mhaíre aber ein Statement abgegeben. Meine Meinung: Wer hat, der kann. An meine Wand würden allerdings nur Mi-Gos und andere possierlichen Monster kommen 🙂

Ich habe zwei Leidenschaften im Leben, eigentlich mehr…, einmal Kochen und dann das kosmische Grauen. Was liegt da also näher, als beides miteinander zu verknüpfen? Das Necronomnomnom ist die Fusion meiner Leidenschaften. Und ehrlich, ich feiere grade den Buchtitel richtig ab. Das Werk ist ein Hingucker, sehr schön. Hobbyköche müssen sich aber noch etwas gedulden, das Projekt befindet sich in der Fundingphase ist aber bereits finanziert.

Greifenklaue war auf RPGNow unterwegs und hat einige sehr schöne Stockart Bundles zum kleinen Preis erspäht. Ich suche ja immer noch cthuloides Material, wer aber Fantasy Grafiken braucht, ist mit den vorgestellten Produkten gut beraten.

Andere Rückblicke

In der aktuellen Crowdfunding Kurzübersicht von Teylen gibt es wieder jede Menge cooles Zeug. Da wird zum Beispiel auf ein Setting hingewiesen, welches in der Welt von Larry Correias Monster Hunters International spielt. Die Buchreihe finde ich sehr gut und witzig. Dass das Setting mit Savage World Regeln daherkommt, ist nicht so mein Ding. Ab und an ein neues Möbelstück? Es müssen nicht immer Hölzer aus Skandinavien sein, ein toller und funktionaler Spieltisch/schrank ist ebenfalls in der Übersicht. Was ich nie verstanden habe, ist die Nutzung eines Würfelturms, wer das anders sieht, findet aber auch ein Projekt, welches er mitfinanzieren kann. Und wie immer: Many, many more!

Blogaktionen

Es gibt das Buch 111 Gründe, Rollenspiel zu lieben zu gewinnen. Auf Teilzeithelden wird ein Exemplar des Buches von Andreas Michels unter den ersten 111 Kommentatoren, Likern und Sharern (ich hasse mich, für diese Wörter) verlost. Daneben gibt es auch einen kurzen Einblick in das Buch.

Letzte Woche schrieb ich schon, dass die Gewinner des Goldenen Stephan feststehen. Jetzt gibt es von Greifenklaue dazu noch was auf die Ohren. Im Greifenklaue-Podcast werden die Nominierten und Gewinner vorgestellt. Dazu holt sich der Greif einige Gäste in den Horst. Sehr schön gemacht!

Fiktive Welten fragt diesmal nach den Highlights für den Monat Oktober. Wieder geht die Frage bis zum Freitag. Weitere Infos zu der Aktion findet ihr auf ihren Blog.

Aktuell läuft noch der #RSPKarneval zum Thema Stadt, Land, Dungeon organisiert von Zornhau und mir und die Blog-O-Quest von Würfelheld unter der Überschrift Aktionen, Wettbewerbe und Blogtouren.

Happy Birthday

Clawdeen feierte gestern ihren vierten Channel Geburtstag mit einem Livestream auf Youtube. In einem Post zu dem Jubiläum hat sie auch ihr erstes Video verlinkt. Durchaus interessante Einführung in die World of Darkness 😉 Auf ihrem Kanal gibt es mittlerweile ganz viel zu sehen, neben DSA LP’s für mich interessanter Pathfinder: Die Winterkönigin. Auf die nächsten vier Jahre!

Wenn euer Blog kurz vor einem Jubiläum steht, weise ich gerne am Ende eines Blogwatch darauf hin. Schreibt mir entweder einen Kommentar, schickt mir eine DN auf Twitter, einen Tweet oder eine Mail. Ich verspreche aber nicht, dass es in die nächste Ausgabe kommt (Montags um 19 Uhr ist beispielsweise eher schlecht). Der Blog/die Seite sollte einen Rollenspielbezug haben -Ausnahmen gibts nur für Cthulhu und Lovecraft 😉 -.

Blogwatch No. 18

Die 18. Ausgabe, wer hätte es gedacht, dass ich das durchhalte? Ich am wenigsten! In der vergangenen Woche gab es einiges mehr an Artikeln. Viele davon hatten die SPIEL zum Inhalt. Klar, DORP, Teilzeithelden und Orkenspalter lieferten viele Medienbeiträge dazu. Aber auch viele Podcasts galt es zu lauschen. Nach den letzten Ausgaben konnte ich wieder aus dem Vollen schöpfen und hoffe, die Mischung gefällt.

Beim Surfen selber bin ich dann noch auf eine Seite gestoßen, die zwar eher nichts mit Rollenspiel am Hut hat, die ich aber zu gut fand, um sie unerwähnt zu lassen. Filmtourismus.de, diese Seite verbindet Filme, Reisen und Fotografie oder anders ausgedrückt: Urlauber machen Fotos von Orten, die auch im Film/Serie vorkommen. Auf den Spuren von The Walking Dead ist für Fans der Serie absolut sehenswert.

Neues aus der Community

Früher war mehr Lametta so heißt es. Clawdeen hat hinter dieser Aussage ein Fragezeichen gesetzt. Aber worum geht es? Die Frage ist, war die Beteiligung am Karneval der Rollenspielblogs in der Vergangenheit größer bzw. woran liegt es, das es quantitativ weniger Beiträge werden. Dabei ist nicht nur der Artikel sehr gelungen, sondern auch die Kommentare darunter sind lesenswert.

Infernal Teddy denkt über einen Megadungeon nach. In seinem Artikel sind einige schöne Links zum Thema. Außerdem passt das auch in den aktuellen Karneval 🙂

Steamtinkerer arbeitet weiter an seinem Projekt Drygolstadt. Dabei handelt es sich um einen fiktiven Ort in Ostpreußen. Die Karte, Örtlichkeiten und NPC für diesen Ort, der für das Spiel Call of Cthulhu erschaffen wurde, sind bereits fertig. Jetzt gehts an den letzten Feinschliff. Auch geeignet in den aktuellen Karneval aufgenommen zu werden 😉

Ein älterer Artikel auf Ghoultunnel zeigt, wie man einen christlichen Kleriker in einem Fantasy Setting erstellen kann. Der Artikel wäre auch sehr gut für den letzten Karneval zum Thema Religion geeignet gewesen.

Rezessionen

Infernal Teddy hat auf Neue Abenteuer Vampire: the Dark Ages 20th Anniversary Edition durchgesehen. Ob das ganze nun heiß- oder kaltblütig oder gar beides ist, erfährt man auch im zweiten Teil.

SPIEL ’17

Die SPIEL wirkte natürlich auch in die vergangene Woche hinein.

Aus den Erfahrungsberichten zum Messebesuch sticht einer durch eine in doppelter Hinsicht anderen Perspektive hervor. Nämlich der von Roachware. Roach hat in diesem Jahr die Messe als Rollstuhlfahrer besucht und gibt in seiner Zusammenfassung Hinweise wie man Zusammenstöße vermeidet und allgemein Tipps für Menschen mit Behinderung. Sehr nützlicher Artikel!

Und auch der Würfelheld liefert einen kurzweiligen Eindruck seines Messebesuches ab.

Berichte zu einzelnen Systemen oder Verlagen, die mich persönlich interessierten, waren:

Was Call of Cthulhu angeht, freue ich mich wirklich, dass die 7. Edition so gut läuft. Schön ist, dass man mittlerweile abverkaufte Bücher neu aufzulegen scheint…

Die beiden im Clip genannten Bücher stellt Seanchui ausführlicher vor und hat zusätzliche Infos von Heiko Gill.

Grade weil ich Dungeon World vorbestellt habe, waren die ersten Einblicke ins Buch nett. Moment, welche Einblicke? Der Paladin! 😉 System Matters plant anscheinend auch eine Übersetzung von Swords & Wizardry, die bereits in 2018 erscheinen könnte.

Medien

System Matters haben einen Smalltalk für Oktober veröffentlicht. Ich fand ihn super amüsant. Es wird darin eine kleine Wahlanalyse zum Besten gegeben, die nett war, was allerdings teilweise beim FDP-Bashing dumpf wurde, sage ich als nicht-FDP-Wähler 😉 Daneben gab es einen Ausblick auf die SPIEL, der Podcast wurde ja vorher aufgenommen- und einige Worte zur neuen Star Trek Serie.

Alles hat ein Ende. HPL verstarb 1937 und mit Folge 92 ihres Podcasts beschließen die Arkham Insiders auch dieses Kapitel. In der Folge 93 wird ein Blick zurück und nach vorn geworfen. Künftig dürfen wir uns auf Gespräche über HPLs Geschichten freuen.

Greifenklaue hat ein sehr cooles Video verlinkt. Robert spielt seit 30 ähh… 35 Jahren ein und die selbe D&D Kampagne. Dabei hat er ziemlich viele Sachen angesammelt 🙂

Vermischtes
Andere Rückblicke

Andere Blogs haben auch schöne Rückblicke, also blicke ich zurück auf deren Blicke.

Neu ist nicht nur DSANews.de sondern auch deren Webwatch. Darin sind allerlei News enthalten, die für DSA Spieler interessant sein dürften, es aber nicht zum ganzen Artikel geschafft haben.

In der aktuellen Crowdfunding Kurzübersicht von Teylen sprechen mich am meisten die Hobo Coins an. Allerdings werde ich meine Geldbörse stecken lassen, ich habe dafür keine wirkliche Verwendung.
Allerdings sehen sie tatsächlich cool aus und bei der Suche im Netz fand ich nicht nur (ganz oben natürlich) einen Artikel bei Wikipedia über die Hobo Nickel, sondern, dass dies sogar ein Sammelgebiet ist. Sehr schick sind auch die historischen Münzen.

Auch gibt es einen neuen Friday Grab Bag auf die heart. Da sind viele coole Links über D&D, OSR sowie nicht OSR zu finden. Persönlich mag ich die interaktive Stadtkarte von Sigil sehr.

Blogaktionen

Der November #RSPKarneval hat das Thema Stadt, Land, Dungeon und wird von Zornhau und mir ausgerichtet. Jeder ist natürlich herzlich eingeladen mitzumachen oder vielleicht selbst einen Karneval auszurichten.

Gleiches gilt natürlich auch für die Blog-O-Quest, die in diesem Monat von Würfelheld ausgerichtet wird. Diesmal gehts um Aktionen, Wettbewerbe und Blogtouren. Auch hier könnt ihr immer gerne mitmachen oder vielleicht selbst eine Quest ausrichten.

Bis zum 15. November kann man wieder bei einer Umfrage der Vier Helden und dem Schelm teilnehmen. Zu gewinnen gibt es das Heldenwerk Archiv (Rote Kunstleder Edition mit Goldschnitt), den Roman Rabenerbe und den Roman Das letzte Lied.

Die Gewinner des PEN&P stehen fest. Dabei sind einige verrückte Ergebnisse zustande gekommen, wie fünf dritte Plätze in der Kategorie Bester Einzelband im Bereich Comic.

Happy Birthday

Ok, an der Überschrift arbeite ich noch, ich will ja nicht albern wirken.
Aber Orkenspalter wird 20 Jahre. Das ist schon eine ziemliche Hausnummer. Aus der beschaulichen Seite sind einige Projekte erwachsen: Orkenspalter TV beispielsweise als bekanntestes Gesicht der Community. Und es ist längst keine DSA-Community mehr, auch wenn du umgesiedelten Pfadfinder noch in der Minderheit sind 🙂 Zum Jubiläum gibt es auch eine Verlosung an der man bis zum 30. November teilnehmen kann.

Grüne Würfel feierte auch das dreijährige Bestehen. Dabei stellt Julia auf ihren Blog Basteleien und andere nerdige Sachen vor, insbesondere für LARP. Aktuell wird an einen neuen Char gebastelt: Eine orientalische Gelehrte. Auf die nächsten drei Jahre 🙂

Ich bekomme nicht immer alles mit, aber ich finde Hinweise auf Jubiläen an sich ganz cool. Also wenn euer Blog kurz vor einem solchen Tag steht, weise ich gerne am Ende eines Blogwatch darauf hin. Schreibt mir entweder in die Kommentare, schickt mir eine DN auf Twitter, einen Tweet oder eine Mail. Ich verspreche aber nicht, dass es in die nächste Ausgabe kommt (Montags um 19 Uhr ist beispielsweise keine Aufnahme mehr möglich). Der Blog/die Seite sollte einen Rollenspielbezug haben -Ausnahmen gibts nur für Cthulhu und Lovecraft 😉 -.

Blog-O-Quest Wettbewerbe, Aktionen & Blogtouren

Im November richtet die Blog-O-Quest der Würfelheld aus. Das Thema diesmal Wettbewerbe, Aktionen  Blogtouren.

1. An welchen Blogaktionen, Wettbewerben, usw. hast du bereits teilgenommen bzw. nimmst teil (bei Wiederkehr)?

Von den beim Würfelheld genannten Aktionen nehme ich wohl am meisten am Karneval der Rollenspielblogs teil, allerdings nicht regelmäßig. Gefolgt vom Follow Friday, hier beantworte ich aber meist die Frage im Blogwatch, ist also eher eine halbe Teilnahme :)Im letzten Jahr gab es dann noch 3 Blogstöckchen. Diese Aktionen mache auch immer gerne mit, wenn ich sie denn mitbekomme und nur wenn ich persönlich genannt werde -sonst hab ich immer das Gefühl, irgendwo reinzuplatzen-. Tja, und bei der Blog-O-Quest bin ich zum zweiten Mal dabei.

Beim PEN&P habe ich abgestimmt und von den Gewinnspiel der Vier Helden weiß ich. Aber daran nehme ich nicht teil, weil es sich um DSA handelt und ich davon keine Ahnung habe (Vielleicht gibt es ja bald Vier Ermittler und ein A-Mi-Go die eine solch tolle Aktion für Cthulhu veranstalten… )Als Konsument bin ich ganz klar von dem Winter-OPC begeistert. Ich muss sagen, dass dieser für mich schon zur Weihnachtszeit gehört wie Spekulatius und Tannengrün 😉 Auch das Vlogtaculum habe ich mitunter gerne gesehen, wenn auch sehr unregelmäßig.

Von der Rollenspielchallenge wusste ich bis jetzt nichts… Der RPGaDay und der Media Monday sind dann eher die Aktionen, die ich ausfiltere. Andere Aktionen kenne ich zwar, aber habe dort nie mitgemacht, zumindest nicht regelmäßig.

2. Wie sind deine Erfahrungen mit diesen?

Meine Erfahrungen mit den Aktionen an denen ich teilnehme, sind gut, sonst würde ich nicht daran teilnehmen 🙂
Mein erster Beitrag zu einem #RSPKarneval war im Oktober 2013. Das war eine coole Erfahrung, zumal ich auch neu mit einem Rollenspielblog unterwegs war. Ich weiß nicht, ob es damals so üblich gewesen und warum es heute keine Praxis mehr ist, jedenfalls hatten einige Teilnehmer auch alle anderen Teilnehmer verlinkt. Das war ein ständiges anpingen und trackbacken, mir gefiel es. Heute ist es aber vielleicht gar nicht mehr in der Form nötig. Für mich ist und war der Karneval eine tolle Aktion, um in die Rollenspielszene rein zukommen.
Die Beiträge sind mitunter wirklich nützlich oder regen zum Nachdenken und reflektieren an.

Was mir an vielen anderen Aktionen nicht so gefällt, ist deren Beliebigkeit. Das liegt aber auch am Leseverhalten. Wenn ich 10 Blogs lese und alle beantworten eine Frage ähnlich, dann ist das langweilig. Beim Media Monday oder RPGaDay kommt es dann sogar noch komprimiert an einem Tag. Andererseits verstehe ich die Teilnehmer. Für einen selbst ist es natürlich schon interessant und mag spaßig sein.

Die Blog-O-Quest ist dabei angenehmer, weil sie das Thema auf einen Monat streckt. Warum ich trotzdem erst zum zweiten Mal daran teilnehme, liegt schlicht daran, dass mir die Thematik gefallen sollte, nicht zu vergessen muss ich auch Zeit haben und es dürfen keine Lückentexte vorhanden sein 🙂

3. Findest du, dass es genügend Aktionen gibt oder kann es davon nie genug geben?

Wie sagt man bei uns: Die einen sagen so, die anderen so. Quantität darf einer gewissen Qualität nicht entbehren. Sollte es meiner Meinung nach gute Aktionen geben, werde ich nicht plötzlich mehr schreiben, um an allen teilzunehmen. Ich hätte schlicht mehr Auswahl.Ich bin auch eher ein Rosinenpicker (Metaphorisch, ich mag keine Rosinen), denn ich nehme nicht regelmäßig an Aktionen teil, sondern nur, wenn ich mit deren Inhalten etwas anfangen kann. Von daher darf es gerne mehr sein.

4. Würdest du gerne selber eine Aktion ausrichten und wenn „ja“ was schwebt dir vor?

Danke für die Frage! 😉 Mir schweben tatsächlich zwei Dinge vor, die ich -eine zumindest- trotz meiner unbändigen Faulheit, umsetzen werde.

Die Idee die mir am meisten zusagt, rührt daher, dass ich immer wieder darüber gestolpert bin, dass manche Blogger es anscheinend inspirierend finden, bestimmte Fragen zu lesen, um eigene Beiträge daraus zu erarbeiten. Ich finde es allerdings gut, wenn man nicht zu viele Artikel im Feed hat, die sich um die gleiche Frage drehen. Was also machen? Wozu ist man Rollenspieler, wenn man keine Zufallstabelle basteln könnte. Die Idee ist also, 100 Fragen oder Themen zu nummerieren und online zu stellen. Jeder kann dann mit einen W100 oder anderen technischen Hilfsmitteln eine Zahl zwischen 1 und 100 erwürfeln und entsprechend einen Post verbloggen. Das Ganze ginge als wöchentliche oder monatliche Aktion an den Start. Keine Ahnung, ob das jemanden interessiert, aber man kann es ja mal testen. Arbeitstitel: 1W100 Random Blog Encounters.

Die andere Idee, die wohl eher keine Umsetzung findet, ist eine Blogtour bei der jede Woche ein Blog aus der Rollenspielszene vorgestellt wird. D.h. man geht auf den Blog, schaut sich um, kommentiert, schreibt vielleicht einen Artikel im eigenen Blog. Ähnlich wie bei Blogger über Blogger.

5. Was wünschst du dir von bereits wiederkehrenden Aktionen und warum?

Am meisten wünsche ich mir, dass die Organisatoren derartiger Aktionen nicht den Spaß an der Sache verlieren. Und ich glaube auch, dass sich Aktionen irgendwann selbst überleben, wenn nicht kreativ mit ihnen umgegangen wird. Es ist nicht immer das Spiel, welches langweilig ist, manchmal ist es die Vorstellung des Spielers.

 

Und die Spielregel für die Blog-O-Quest lauten:

  • An jedem Monatsersten werden fünf Fragen/Lückentexte gestellt. Der Starter wird im rsp-blogs-Forum festgelegt. Man bittet um Beantwortung auf euren Blogs, Vlogs oder im Forum
  • Jeder Monat erhält ein Hauptthema, um den sich die Fragen drehen
  • Über die Zusendung eurer Links, per Mail, Kommentar, usw. freuen sich die Organisatoren
  • Jeder, der sich die Zeit nimmt, die Fragen zu beantworten, ist herzlich willkommen
  • Die “RPG-Blog-O–Quest”-Logos dürfen selbstverständlich in den Beiträgen benutzt werden.

Religion im Rollenspiel – Die Zusammenfassung

Vorbei, Vorbei, der Karneval ist vorbei. Zumindest zum Thema Religion im Oktober. Der Karneval brachte 12 Beiträge und einen Tweet hervor. Ja, auch einen Tweet! Persönlich finde ich andere Medien im Karneval nicht schlecht. Grade im Abschlussartikel können sie zur Auflockerung gut genutzt werden 😉

Meine Befürchtungen in der letzten Karnevalswoche, dass es kaum Teilnehmer gäbe, erfüllte sich glücklicherweise nicht. Wie sagt man: Hinten ist die Ente fett -und so gab es noch jede Menge Beiträge im letzten Viertel des Monats.

Das ursprüngliche Karnevalslogo

Ein guter Teil aller Beiträge befassten sich mit Göttern. Den Anfang machte DarkFairy mit ihren Beitrag Die Zwölfe zum Gruße – Götter bei DSA. Für mich als nicht-DSA-Spieler kam dabei ein schöner Überblick über die Götter und den Glauben in DSA bei rum.
DarkFairy mit ihren Senf für die Welt hat dabei auch zum ersten Mal an einem Karneval teilgenommen, vielleicht war es ja nicht zum letzten Mal?! 😉

Mit DSA geht es dann auch gleich weiter. Diesmal befinden wir uns auf den gottlosen Kontinent Rakshazar. In dem Beitrag auf Dnarlors Fantasy-Blog wird nicht nur eine ausführliche Tabelle mit den Göttern Rakshazars verlinkt, es gibt auch ein Einstieg für ein Szenario um die Siedlung Sccri Buccan.

Zufallstabellen sind immer gut. Klar, Greifenklaue hat mit seinen 20 Gods2Go in erster Linie für seine Kampagne in Dungeoslayers ein Pantheon geschaffen, aber in einem eigenen Setting kann man diese bei Bedarf ebenfalls gut einbauen. Zudem ist noch jeweils ein Bonus für Kleriker und Paladine geplant. Man darf also gespannt sein.

Man stößt beim Surfen mitunter auf interessante Sachen. So hab ich durch Zufall Tintenteufels Beitrag: Projekt Avalon: Die Götter entdeckt. Die dort beschriebenen Götter sind die fünf Hauptgötter eines Projektes, dass sich einer eigenen D&D Settingwelt widmet, eben Avalon!

Bislang beschäftigten sich alle erwähnten Artikel mit klassischer Fantasy, d.h. Elf, Ork, Axt und Schwert etc., Spiele im Kopf stellt Fate In Nomine vor und damit ein System, welches sich den Kampf zwischen Engeln und Dämonen widmet. Ich hoffe, die Aussage ist nicht falsch, das System kenne ich nämlich nicht 🙂 Konkret wird im Beitrag die Erweiterung Treu und Glauben genannt, die weitere Erzengel und Dämonenprinzen beschreibt.

Ist Religion im Rollenspiel nur im Fantasy Bereich ein Thema? Diese Frage wird zumindest auf Richtig Spielleiten! gestellt. Die Beobachtung dort ist, dass Spieler eher zurückhaltend sind, wenn es um die Einbindung wirklicher Religionen ins Spiel geht.

 

 Im Rollenspiel bedürfen wir keines Götterbeweises! Götter existieren; daran gibt es im Spiel grundsätzlich keinen Zweifel […]

Das war ein Satz aus meinem Startbeitrag und impliziert, dass außerhalb des Spiels grundsätzlich Zweifel bestünden. Konkreter wirds dann hier:

Wie sähe Atheismus in einer Welt aus, in der Götter tatsächlich existieren?

Die Aussage des Satzes ist richtig und falsch zugleich. Es hängt nämlich von den persönlichen Überzeugungen des Spielers ab. Aus meiner Sicht ist sie richtig btw. 😉 Ich bin daher sehr dankbar, dass es auch einen Beitrag mit einer anderen Meinung gibt. Auf Dnalors Fantasy-Blog kann man nachlesen, dass es für einen Gläubigen nicht unbedingt einen Unterschied zwischen der Religiosität im Spiel oder der Wirklichkeit gibt.

Ist Religion gar im Rollenspiel entbehrlich, fragte ich. In der Nachbetrachtung gefällt mir der Text leider gar nicht: Er führt die Gedankengänge nicht zu Ende und ist schludrig formuliert. Kernaussage ist, dass Religion und Gottglaube in einem Setting nur existieren, weil sie bestimmte Dinge erklären sollen und/oder bestimmten Regelmechaniken dienen. Folgender Tweet entspricht dabei voll meiner Meinung:

Glauben ist auch die Vorstellung was nach dem Tod kommt. Im letzten Abschnitt von Der Troll und das ewige Leben werden bei Dnalor drei Szenarien geliefert, die sich mit dem ewigen Leben befassen. Mir persönlich hat das Vampir Szenario am besten gefallen.

Einen interessanten Ansatz die Spannungen zwischen zwei Glaubensrichtungen kann man auf d6ideas nachlesen. Der Beitrag befasst sich mit dem Nordirlandkonflikt in der Welt von The Red Star. Dabei ist die Settingwelt ein verzerrtes Bild der wirklichen Welt. Dass es dann nicht um die Auseinandersetzung zwischen Protestanten und Katholiken geht, ist nicht verwunderlich.

Kein #RSPKarneval ohne den Karneval der Archive 😉 Zum Thema Religion sind über 50 Links zusammengekommen, die mitunter auf dutzende Artikel verweisen. Darunter sind Blogposts zu Warhammer 40k, D&D und The Red Star sowie Unknown Armies, Beutelschneider und andere wie SLA Industries.  Wie man sieht, eine mächtige Auswahl auf d6ideas.

Ein kleines Schmankerl, wie wir in Norddeutschland sagen ;), liefert Dnalor mit den Dialog im Orkenspalter Forum: Wie opfert man in Rakshazar einen (Lektorats)Gott?

Nachtrag
Der Beitrag von runway61 wirft eine gute Frage auf: Kann man sich eine Fantasy Welt ohne Religion bzw. Kirche vorstellen? Ich habe überlegt, dabei geht es nämlich nicht nur um die etwaigen Götter, sondern um moralische Vorstellungen der Charaktere, um Verhaltenskodizes und auch die Organisation Kirche als Big Player eines Settings. Bei der Beantwortung der Frage, bin ich mir aber noch nicht sicher.

War noch was?

Mir hat der Karneval Spaß gemacht. Es wurden einige Aspekte und Meinungen des Themas aufgegriffen, an die ich gar nicht gedacht hatte. Daneben sind mit den Götterbeschreibungen informative und nützliche Beiträge hinzugekommen. Ich hoffe, die Teilnehmer und Leser hatten ebenfalls ihren Spaß 😉

Zur Mitte des Umzuges hatte ich zwar die Befürchtung, dass das Thema zu kontrovers oder zu uninteressant sei, allerdings waren diese Gedanken unbegründet. Dabei hätte ich selber noch gerne einen zweiten Beitrag beigesteuert, der nicht rechtzeitig fertig geworden wurde.

Es sei noch auf zwei Sachen hingewiesen: Zum einen läuft gerade der Karneval zum Thema Stadt, Land, Dungeon, falls ihr da Ideen habt: Immer her damit 😉 Zum anderen könnt ihr auch einen Karneval ausrichten. Das ist nicht schwer und wenn ihr Bedenken haben solltet, steht man euch im Forum mit Rat und Tat zur Seite!

Stadt, Land, Dungeon – Karneval der Rollenspielblogs


Es ist November. Zeit für einen neuen Karneval der Rollenspielblogs.

In diesem Monat steht der Umzug unter der Überschrift Stadt, Land, Dungeon. Das Thema bzw. dessen einzelne Aspekte sind vielseitig und können durchaus als Gegensätze zueinander betrachtet werden. Es war daher unsere Überlegung, diesen Karneval im Duo zu organisieren. Ein weiterer Aspekt dabei war auch, die Reichweite zu erhöhen um möglichst viele Rollenspielblogger zu erreichen und sie einzuladen, bei diesem Karneval mitzumachen.

Dabei hört sich Stadt, Land, Dungeon erst einmal nicht besonders kontrovers an. Ohne auf die nachfolgenden Fragestellungen vorgreifen zu wollen, ist ja bekannt, dass Spieler Vorlieben haben: Dungeon Crawl vs. investigatives Stadtabenteuer, Welterkundung bei Reisen überland vs. Interaktion mit vielen NSCs in urbanen Settings. Aber auch schon die Vorstellung des Ländlichen im Fantasysetting geht mitunter auseinander. Nicht zuletzt ist es die rollenspielerische Sozialisierung, die den individuellen Blickwinkel bestimmt.

Wer noch Ansatzpunkte für einen Beitrag für diesen Karneval braucht, wird sicher in den nächsten Abschnitten etwas finden. Dies kann ich sagen, ohne in Verdacht zu geraten, mich selbst zu loben, denn das gemeinsame Brainstorming von Zornhau und mir, brachte wirklich frischen Wind in mein Oberstübchen, ich gehe davon aus, dass es anderen ähnlich ergehen kann.

Die unterschiedlichen Betrachtungsweisen eines Themas bringen einem selbst viele neue Ideen. Davon lebt auch der Karneval und wir freuen uns auf eure Beiträge!

Sorbens Sicht

Ich habe mich recht nüchtern an das Thema gewagt. D.h. ich arbeitete mich an den Begrifflichkeiten ab.

Was mich interessiert, welche Arten von Städte gibt es überhaupt und wie sehen diese aus? Große Metropolen mit Palästen und Kathedralen/Tempel oder kleine Provinzstädte mit verwinkelten Gassen? Daraus ergibt sich für mich dann die Frage, welche NPCs man jeweils dort findet und nicht zuletzt welche Abenteuer dort jeweils spielen können. Wachsen die Städte mit steigender Erfahrung (Fantasy)?

Besondere Städte wären beispielsweise Nekropolen also Totenstädte (große Friedhöfe mit eigenen Ritualstätten) oder die Stadt der Portale Sigil aus dem Setting Planescape, heilige Städte wie dem Vatikan und auch aufgegebene Städte, also Ruinen. Zu Ruinen gab es bereits im Juni einen Karneval von Spiele im Kopf.

Städte sind Zentren: Der Wissenschaft, Wirtschaft, Politik sowie Kunst und Kultur. Es ist nicht verwunderlich, dass wir in den Wüsten aus Sand oder der Hölle des Urwaldes nach alten Stätten großer Zivilisationen suchen. Doch was finden wir dort? Als Rollenspieler wahrscheinlich Abenteuer. Mitunter in Form eines verborgenen Abstiegs in einen Dungeon.

Doch was kann ein Dungeon noch alles sein? Ein Abwassersystem des Grauens, wie wir es gerade in ES sehen können, ein Tunnelsystem überdimensionaler Insekten, nass kalte Katakomben. Die Zugänge zu diesen speziellen Umgebungen können in Städten liegen – wie die Pariser Kanalisation – aber macht es einen grundsätzlichen Unterschied, wo sich ein Dungeon befindet? Grundsätzlich ist im Rollenspiel alles denkbar, aber wie denkt ihr es euch? Gibt es einen Unterschied zwischen Land- Stadt- oder Dungeonabenteuer? Trennt ihr derartige Abenteuer?

Franks Fragen

“Stadt, Land, Dungeon” – das klingt erst einmal nach einer vollständigen Beschreibung dessen, was man so an Lokationen in Rollenspielen findet. Aber nur auf den ersten (meist durch die Fantasy-Brille “getrübten”) Blick. – Daher sind mir bei dem aktuellen Thema des Karnevals für den Monat November ein paar andere Blickwinkel mit zugehörigen Fragestellungen wichtig. Ich hoffe dabei auf ergiebige Erkenntnisse aus den Karnevalsbeiträgen.

Stadt, Land, Dungeon – Der „Klassische Dreiklang“ der Rollenspielhistorie?

Was war zuerst da? Das Dungeon-Abenteuer? – Wirklich? – Waren nicht viel mehr die Ahnen des Rollenspiels Miniaturen-Kriegsspiele, bei denen die meisten Auseinandersetzungen auf „freiem Felde“ inszeniert wurden? Die historischen Tabletop-Wargame-Szenerien sind jedenfalls zumeist eher “ländlich”, Schlachtfelder in möglichst freier Umgebung, nicht so sehr die urbane Kriegsführung, die moderne Kriege und – in gewisser Weise eben auch – ein Dungeon-Crawl darstellt.

Der Ahn des Fantasy-Rollenspiels begann bekanntermaßen offenbar mit Dungeon-Abenteuern, dann mit Wildnis-Abenteuern (wie X1 – Isle of Dread etc.) und erst später, für erfahrenere Spieler offenbar, mit Stadt-Abenteuern (wie B6 – The Veiled Society).

Daher ist „Stadt, Land, Dungeon“ sozusagen der „klassische Dreiklang“.

Nur, schon der legendäre Klassiker an D&D-Modulen, B2 – The Keep on the Borderlands, enthält ja urbane Elemente (innerhalb der Festung, die ein letzter Hort der Zivilisation inmitten der Wildnis ist und vor NSCs nur so strotzt). Drumherum, also alles jenseits der kleinen Grenzfestung, ist größtenteils unerforschte, ungezähmte Wildnis (mit allerlei teils merkwürdigen Bewohnern und geographischen Merkmalen). Und letztlich, als Teil dieser Wildnis, gibt es eine Art Schlucht, in der man den eigentlichen Dungeon-Komplex (die Caves of Chaos) findet. An sich waren hier in diesem alten, für Einsteiger ins Hobby konzipierten Modul also schon alle drei Schauplätze, jeder für sich eher einfach und für einen beginnenden Spielleiter überschaubar, angelegt.

Gibt es also überhaupt diese „historische Entwicklung“, oder ist sie einfach eines der vielen „Alten D&D-Klischees“, die heute immer so schnell als wahr angenommen und nicht mehr hinterfragt werden?

Existiert diese “Progression”: vom Dungeon zum Land, vom Land zur Stadt, tatsächlich? Existierte sie damals? – Wie ist das heute, bei modernen Spielwelten und Produktreihen?

Stadt, Land, Dungeon – Alleinstellungsmerkmale und Gemeinsamkeiten?

Was unterscheidet eigentlich Abenteuer auf dem freien Land von Abenteuern in einer Stadt oder in einem Dungeon? – Könnte man dasselbe Abenteuer in jeder der drei Regionsarten ansiedeln? Oder gäbe es da dann doch Unterschiede?

In manchen vorgefertigten Abenteuern wird ja eine Wildnisregion wie eine Art „natürlicher Dungeon“ behandelt, dessen Wände durch geographische Elemente gebildet werden. (Oft mit “unsichtbaren Wänden”, wie man sie aus Computerspielen kennt: man soll/darf/kann nicht einfach überall hingehen, auch wenn es eigentlich eine freie Landschaft ist.)

Ebenso finden sich Städte, die wie ein Dungeon aufgebaut und behandelt werden. (Und manchmal ist das sogar ganz bewußt so gestaltet: wer kennt nicht Violence! (™), das ultrabrutale Rollenspiel/Essay, bei dem man verkommene Gang-Mitglieder spielt, die einen Wohnblock nach dem anderen wie einen Dungeon aufmischen?)

Umgekehrt hat man gerade in Mega-Dungeons oft gleich mehrere „urbane“ Kulturen, die dort leben und in Beziehung miteinander stehen (siehe z.B. B4 – The Lost City; aber auch moderne Old-School-Renaissance-Produkte wie das GENIALE Maze of the Blue Medusa bieten derartiges “urbanes Gefühl” mitten im an sich klaustrophobischen Dungeon-Ambiente).

Und manche Dungeon-Umgebungen haben ihre eigene „Wildnis“, ihr eigenes „Land“, wie z.B. Abenteuer im „Underdark“, wo man schon deutlich die „Überlandbewegung“ von einem dedizierten Dungeon und einer unterirdischen Siedlung unterscheiden kann.

Und dann gibt es ja die Spielwelten, in denen alle drei Kategorien nicht passen, weil alles miteinander verschmilzt. So z.B. in Runepunk, das nur in genau einer einzigen Stadt spielt, außerhalb der nichts existiert, das irgendwie zugänglich wäre. Die Stadt selbst hat auch „ländliche Bezirke“, Wälder usw., sowie, natürlich, Dungeons, und jede Menge urbanen Raum.

Oder Pavis, auf Glorantha, wo die aktuell besiedelte Stadt nur ein kleiner „Pickel“ an einer gigantischen Ruinenstadt voller wüster Kreaturen, alter Magie und eben gefährlicher Dungeons, tödlicher Wildnis und nicht minder heiklen lokalen Siedlungen diverser Völker ist.

Man kann also nicht immer eine solche Trennung vornehmen.

Was BRINGT denn eine solche Trennung überhaupt?

Hilft eine Einteilung in Stadt-Abenteuer, Überland-Abenteuer und Dungeon-Abenteuer irgendwem bei irgendwas weiter?

Stadt, Land, Dungeon – Folgt die Form der Funktion?

Welche Unterschiede gibt es denn in funktionaler Hinsicht bei Stadt, Land und Dungeon?

Städte sind ja in vielen typischen Fantasy-Rollenspielen in den jeweiligen Spielwelten oft als  „sichere Erholungsräume“ zwischen gefährlichen und oft langwierigen Reisepartien zu und von Dungeons angelegt. Die Abenteurergruppen können sich hier auskurieren, ausruhen und für weitere Abenteuer ausrüsten. Die Stadt an sich ist aber eher sicheres Gebiet – ein “Safe Space” für die gestressten Murder-Hobos.

Landschaften sind natürlich die Bühne für die Herausforderung Mensch-gegen-Natur, den Kampf ums Überleben gegen Naturgewalten und – mehr oder weniger normales – Viehzeug. Aber auch die Funktion von Landschaften zur räumlichen Trennung von Knotenpunkten des Interesses (für Spielercharaktere) ist wichtig – nicht nur für Weltenbauer und deren Plausibilitätsüberlegungen, sondern auch, um nicht alle interessanten Punkte einer ausgedehnten Spielwelt nur in einem einzigen “Eck” anfallen zu lassen. (Etwas, das sich z.B. bei der ja schon legendären Fantasywelt Glorantha offenbar nicht rumgesprochen hat: denn da findet ALLES irgendwie Interessante und Relevante im Dragonpass, einer mit der Größe der Welt verglichen recht mickrigen Region statt. Klar kann man auch woanders spielen, aber die Musik spielt dort.)

Dungeons kanalisieren nicht die Geschichte, nicht einen wie auch immer gestalteten „Plot“, sondern die räumlichen Entscheidungsmöglichkeiten. Damit bieten sie natürlich einerseits Herausforderungen für die Spieler (nicht die Charaktere, denn es sind die Spieler, die diese Entscheidungen treffen), andererseits helfen sie dem Spielleiter bei der Handhabung der Gruppe, der NSCs, der Umgebung und erlauben einen sehr einfachen Überblick über das, was dort alles so passiert.

Stadt-Abenteuer können sehr schnell mal auseinander laufen – vor allem, wenn die Gruppe an Spielercharakteren keinen guten Zusammenhalt hat. Eine echte Metropole bietet einfach viel, VIEL mehr Entscheidungsmöglichkeiten und eben auch allerlei interessante Reibungsflächen für die SCs – und meist für jeden unterschiedlichen Geschmack eigene, was zur Aufteilung der Gruppe in Einzelaktionen führt. Das paßt natürlich bei einem vorgeplanten Stadt-Abenteuer nicht mit einem irgendwie geskripteten Plot zusammen. Der Sandbox-Charakter ist in Städten aufgrund der Vielzahl an Bewohnern, NSCs, Aufhängern für Aktivitäten sehr ausgeprägt – aber nicht immer erwünscht. Nicht jeder Spielleiter kommt mit einer anfangs eher “unbestimmten urbanen Landschaft” wie in Vornheim klar. Und bei Verwendung von Kauf-Settings bekommt man ja bisweilen Stadtbeschreibungen mit einer Informationsdichte, die jenseits dessen liegt, was man auch nur annähernd tatsächlich als FAKTEN für die eigenen Runden an den Spieltisch bringen kann. Auch Spielleiter können sich in Städten leicht verzetteln!

Ähnlich ist das mit Landschaften, in denen die SCs herumreisen können, wohin sie wollen. – Ein SC-Freibeuter-Schiff in 50 Fathoms kann jeden Hafen anlaufen, auch mal irgendwo „wild“ vor Anker gehen, alles ist sehr offen. Wenn da das Setting solch ein Sandbox-artiges Spiel nicht unterstützt und – schlimmer noch – wenn da der SL mit dem offenbar von den Spielern gewünschte Sandbox-Stil nicht klarkommt, dann führt so etwas leicht zu Problemen und Unzufriedenheit.

Wenn man eine Spielwelt, ein Setting, oder auch nur ein Abenteuer plant und entwickelt: welche FUNKTION hat jeweils eine Stadt, die Landschaft und eventuelle Dungeons hier?

An die Weltenbauer gefragt: Was macht Ihr Euch für Gedanken bei der Anlage von Landschaften, von Städten und eventuellen Dungeons in Euren Welten? Welche FUNKTIONEN sollen diese für Eure Entwurfsziele erfüllen?

Im neuen Conan 2d20 Rollenspiel ist z.B. die Landschaft des Hyborischen Zeitalters bestückt mit allerlei Naturgefahren, die manchmal schon für sich der Kern des Abenteuers sein können, weil es hier gilt eine Reise oder eine Havarie erst einmal zu überleben: Mensch gegen die Natur(gewalten). Die Landschaft ist es, wo die klassischen Barbaren, Nomaden usw. glänzen. – LANDSCHAFT IST DAS ABENTEUER.

In den Städten bei Conan 2d20 finden sich aus Sicht der Barbaren nur verschlagene, verlogene, vertrauensunwürdige Bastarde. Das ist die Region, wo Diebe, Betrüger, aber auch harte Kerle und durchtriebene Zauberer in ihrem Element sind. Für einen Barbaren kann eine Stadt viel tödlicher sein, als ein Sandsturm oder ein Seuchen-Dschungel. – STADT IST DAS ABENTEUER.

Und die Dungeons, das sind hier oft alte Städte, Siedlungen der diversen vergangenen Hochkulturen – nicht immer alle menschlichen Ursprungs! – in denen verbotenes Wissen, ungeahnte Gefahren und unausprechliche Schrecken lauern, so daß hier niemand wirklich in seinem Element ist. Diese alten Ruinen sind Herausforderung pur für jeden SC bei Conan. – DUNGEONS SIND DAS ABENTEUER.

Bei Conan 2d20 ist das Fantasy, und zwar genauer Sword & Sorcery Fantasy, eine schon ganz besondere Art der Fantasy. – In der biederdeutschen Aventurienromantik von DSA dürften die Funktionen von Städten, Landschaften und – falls je vorhanden – Dungeons ganz anders aussehen. – Die Frage an die DSA-Experten: Wie sieht das bei DSA tatsächlich aus?

Fantasy geht immer. Aber – glücklicherweise – ist Fantasy ja nicht das einzige Genre, für das es Rollenspiele gibt. In anderen Genres sieht das eventuell ganz anders aus.

Im Western-Genre haben Städte noch sehr ähnliche Funktionen wie in Conan, (prinzipiell SIND ja Fantasy-Geschichten erst einmal Western-Geschichten, siehe diesen Karneval hier), aber beim Western kommt noch der Drang nach vorne, die Pioniermentalität, das Aufbauen von Siedlungen, das Einführen modernerer Technik wie der Eisenbahn, das Vorantreiben der Zivilisation hinzu. Da ringt der Mensch der Natur eine Eisenbahnlinie oder eine Brücke oder einen Staudamm ab. Oder die Natur schlägt zurück mit Dürre, Sandsturm, Bränden usw. – Dungeons sind durchaus auch im Western möglich: Alte spanische Siedlungen, alte, aufgelassene Goldminen, Indianer-Siedlungen, eventuell solche von degenerierten Stämmen, die die Großen Alten Götter verehren und nichts Gutes im Schilde führen.

Eine wichtige Funktion von Städten ist ja der KONFLIKT DER KULTUREN. Bei Conan treffen Barbaren-Landeier auf Städter. Bei dem EXZELLENTEN Abenteuer Murder in Baldur’s Gate gibt es ausgegrenzte Flüchtlinge aus dem fernen Osten, alteingesessene Privilegierte, aufstrebende Machtgruppierungen, das alles bildet dort ein wahres Pulverfaß, wie es nur in dem engen Aufeinandertreffen in einer Stadt möglich ist.

Wenn Ihr ein eigenes Abenteuer entwerft, überlegt Ihr Euch bewußt die Funktion der unterschiedlichen Lokalitäten? Was sind die funktionalen Eigenschaften, die Euch ein Abenteuer in der Stadt, auf dem Land oder im Dungeon ansiedeln lassen

Stadt, Land, Dungeon – auch abseits der Fantasy?

Die erste, wohl von D&D-Historie geprägte Annahme ist ja immer wieder: Fantasy.  – Die Fäntelalter-Stadt mit Fachwerkhäusern und gotischen Kathedralen und früh-römischen Legionären als Stadtwachen. Der übliche Mischmasch halt. Das Land drumherum hat ein paar (im Normalfalle VIEL ZU WENIGE!) Bauern (die nie reichen würden die Städte in Fantasy-Welten zu ernähren), und sonst viel, viel Wildnis – es ist ein Weites Land (Western halt) – und ab und an mal (meist ohne die akribisch entwickelte Vorgeschichte der Ruinenstädte des Hyborischen Zeitalters) einfach nur irgendwo hingeklatschte, irgendwie „unterirdische“ (in jeder Bedeutung des Wortes) Anlagen, in denen man sich durchkämpfen kann, um Belohnungen zu bekommen.

Das fällt wohl den meisten bei der Aufzählung „Stadt, Land, Dungeon“ im Rollenspiel ein. Fantasy geht ja immer. * seufz *

Aber was ist mit SCIENCE-FICTION?

Traveller z.B. bietet den Weltraum als „ein weites Land“ (wieder Western!). Zwischen punktuell dicht besiedelten Bevölkerungstreffpunkten (Raumstationen, Welten, usw.), gibt es „viel Umgebung“. Und die ist im weitesten Sinne absolut lebensfeindlich – im Weltall hört einen halt niemand schreien oder auch nur reden.

Aber auch auf den halbwegs besiedelbaren Welten gibt es natürliche Gefahren en masse. Der kleine Raumfahrer gegen das endlose Universum. Planetare Flora und Fauna, die Raumfahrer fressen will. Eingeborene “Wilde”, die Fremdweltler jagen. Gefährliches Klima, korrosive Atmosphären, zersetzende Strahlung, usw. – Die “Landschaften” in der Science-Fiction sind ja noch weniger “Ruhegärten” als die der Fantasy.

Und Dungeons? – Verschollene Raumschiffe, eine Raumstation, die sich  nicht mehr meldet, ein angeblich unbewohnter Planet, auf dem alte Ruinenstädte sind, die unverständliche Technik bergen. Klar gibt es da auch Dungeons!

Oder was ist mit NOIR?

Der Dschungel der Großstadt! – Noir-Settings vereinen die Unbarmherzigkeit der Naturgewalten des Landes mit den Gefahren einer dicht besiedelten Umgebung voller Menschen, die meist auf Kosten aller anderen nur nach ihrem eigenen Vorteil streben. Es ist „der Kreis des Lebens“ (wie in Lion King – nur ohne Gesang). Und hier werden VIELE gefressen, damit wenige es sich gut gehen lassen können.

Reiseabenteuer bieten sich hier weniger an – selbst in ausgedehnten Sprawls nicht. Die Siedlungsdichte läßt doch alles ziemlich eng aufeinander hocken. – Aber hier gilt: Zeit ist Geld. Und manchmal ist Zeit auch Leben! – Daher kann es auch bei gut ausgebauten Straßensystemen zur notwendigen Eile kommen, ob man es eben doch noch rechtzeitig schafft jemanden zu retten, die Staudammsprengung durch den Versicherungsbetrüger von Bürgermeister zu verhindern usw.

Und der Dungeon, das ist natürlich die Villa des Mafia-Bosses, der Lagerhaus-Komplex der Waffenschieber, der nächtliche Besuch in der Asservatenkammer des Polizeihauptquartiers.

Stadt, Land, Dungeon – wie stellt sich das in anderen Genres dar als nur der (simplen und daher schnell ausgelutschten) Fantasy?

Habt Ihr Beispiele für diese drei Lokationsarten – Stadt, Land, Dungeon – in anderen Genres? Was ist da anders? Was geht gut, was niicht so gut?

Wie Stadt, Land, Dungeon auf den Spieltisch bringen?

Welche praktischen Tipps und Tricks gibt es Städte, urbane Umgebungen auf den Spieltisch zu bringen? Welche Hilfsmittel kann man benutzen? Was möchte man damit erreichen?

Wie bringt man die Landschaft(en) ins Spiel, ohne in maximaler Hartwurstigkeit jeden Tag einer monatelangen Seereise ausgiebig auszuspielen? Oder will das irgendwer?

Auch hier: Tipps und Tricks sind gefragt. – Wichtig wäre auch: Welche FUNKTION die jeweilige Landschaft erfüllen soll, und wie man das dann am Spieltisch sicherstellt?

Reisen können ja gerade in vorindustriellen Settings länger dauern, aber auch im Weltraum wird man alt und grau angesichts mancher Reisezeiten. Überspringt man lieber lange Reisen ganz?

Was ist mit typischen „Road-Movie“-Settings? Da ist ja die Reise der Kern des Abenteuers. Wie geht Ihr da vor, daß die Landschaft, die Reise, im Mittelpunkt stehen? Wie stellt Ihr sicher, daß Eure Road-Movies ihren “Drive” behalten?

Dungeons. – Jeder meint zu wissen, was das ist und wie man das auf den Tisch bringt – doch bei allen Vorteilen, die Klischees haben, wenn ein Rollenspiel-Dungeon-Abenteuer in Munchkin ohne Munchkin-Karten ausartet, dann hätte man vielleicht auch hier ein paar Tipps und Tricks brauchen können. Was sind Eure Tipps für die Lokation Dungeon am Spieltisch? Und was macht IIhr je nach Genre anders? (Bei einem alten Raumschiffwrack, einer alt-acheronischen Tempelanlage, einer Azteken-Pyramide, usw.?)

Und wie geht Ihr in der Spielpraxis an solche „Mischfälle“ heran wie etwa Planescapes Sigil – eine Stadt als Landschaft und Megadungeon in einem, oder Ringworld – ein „kosmischer Körper“ mit vielen Landschaftsformen, Völkern, Städten zugleich, sowie geheimnisvoller Technik in verborgenen Gewölben? Was sind hier die bewährten Methoden der Spielleiter?

Stadt, Land, Dungeon für Simulanten oder Laberonkels?

Sind bestimmte Arten von Umgebungen, wie eben eine Stadt, ein Landstrich, ein Dungeon,  besser für unterschiedliche Spielstile geeignet?

Welche Umgebungsart für welchen Spielstil denn?

Simuliert man im Dungeon lieber? Aber was ist mit narrativ orientierten Spielen wie Dungeon World, bei denen es um Dungeon-Crawls mit sehr wenig Simulation geht?

Labert man sich in einer Noir-Metropole lieber am Plot oder an den Beziehungsgeflechten entlang? Aber was ist mit historischen Settings wie New Orleans in Deadlands: Noir, wo man historische Fakten als Basis für die Geschichten nimmt?

Was für Unterschiede gibt es bei Stadt, Land und Dungeon, je nach Spielstil? Und warum gibt es diese?

Reicht der “Dreiklang”?

Stadt. Land. Dungeon. – Was FEHLT?

Sind diese drei „Örtlichkeiten“ von Rollenspielabenteuern ausreichend?

Was ist mit Cyberspace? Das könnte eine Stadt sein, eine Landschaft, ein Dungeon – oder was ganz anderes. Wie sähe dieses “ganz Andere” denn aus?

Was ist mit „psychischen Innenräumen“, also dem „Mindspace“ mancher Settings, bei denen man in Träume oder das Unterbewußte von Charakteren eintaucht (z.B. in Dreamwalker). Dort gelten ganz andere Gesetze, andere Realitäten. Reicht da der „klassische Dreiklang“ noch?

Wo sind die Grenzen von Stadt, Land und Dungeon? Und was liegt jenseits davon?

Zum Schluss

Jeder Organisator eines Karnevals freut sich über Beiträge, in diesem Monat ist die Freude aber doppelt so groß, denn nicht nur Zornhau freut sich sondern auch Sorben. Das Thema selbst ist dabei ziemlich griffig. Es gibt Gegensätze innerhalb des Themas beispielsweise Stadt vs. Land vs. Dungeon aber auch Verbindendes wie Abenteuer, die alle oder zwei Elemente enthalten. Wir freuen uns auf eure Sichtweise und Interpretation des Themas!

Dies ist der Startbeitrag zum November Karneval der Rollenspielblogs zum Thema Stadt, Land, Dungeon. Wenn ihr teilnehmen möchtet, sendet einen Ping an diesen Beitrag, lasst einen Kommentar mit der Adresse eures Beitrags unter diesen Post oder schreibt etwas in den entsprechenden Foren Thread. Die Artikel werden dann hier und im Forum gesammelt. Weitere Infos über den Karneval findet ihr in diesem Post.
Zornhaus Artikel

Teilnehmer

Clawdeen spielt – Posten für Intrigen in der Stadt (Vampire)
Frosty Pen&Paper – Photoshop: Karten Zeichnen
Dnalors Fantasy-Blog – Der Troll spielt Stadt, Land, Dungeon
Clawdeen spielt – Reisen in Splittermond
Neue Abenteuer Megadungeon:
Teddy redet wieder über Dungeons
Teddys kleines Dungeonsetting
Rund um den Dungeon und so
Dnalors Fantasy-Blog – Stadt-Land-Dungeon oder Einstieg, Steigerung und Höhepunkt
Gedankenkompost – Stadt, Land, Dungeon
Gedankenkompost – Gegen eine Wüste kämpfen
d6ideas – Dreieinig sind sie
Dnalors Fantasy-Blog – Stadt-Land-Dungeon: Gibt es ein Spielen außen im Dungeon?
Dnalors Fantasy-Blog – Stadt-Land-Dungeon – Meine persönlichen Favoriten
Papierheldin – Stadt, Land, Dungeon
Spiele im Kopf – Numenera: Der Höhlenurwald von Dulm Rerr
d6ideas – Karneval der Archive – Thema: Stadt, Land, Dungeon
d6ideas – Ideas Overflow: November 2017 – Stadt, Land, Konzern

Blogwatch No. 17

Vorbei ist der Oktober, naja, in einigen Stunden zumindest.
Mit dem Ende des 10. Monats beginnt die Nacht vor Allerheiligen; mittlerweile besser als Halloween bekannt 😉

Dabei gab es so viel schönes im Oktober. Ganz klar: Der Horroktober, der gleich bei mir mit einen Filmabend ausklingen wird. Und natürlich die SPIEL, die vergangenes Wochenende stattfand. Ich greife der Überschrift Mehrwert – Blogaktionen zwar vor, aber der Oktober war auch vom Karneval des Rollenspiel zum Thema Religion gekennzeichnet, den ich ausrichten durfte. Der November wird nicht viel ruhiger, zumindest bei mir nicht. Ich freue mich mit dem Blogger Kollegen Zornhau gemeinsam den November Karneval zum Thema Stadt, Land. Dungeon auszurichten. Dann habe ich ganz viele Hefte und Bücher zum Thema Phantastik erhalten und nicht zuletzt kommt der Lovecrafter in seiner 2. Ausgabe ‚raus, diesmal ganz in gelb.

Neues aus der Community

Emotionen am Tisch sind immer so eine Sache. Klar, man kann sie spielen, sie können aber auch echt sein. Manchmal wird man getriggert und nicht immer ist dies schlecht. Aber wie erkennt man, ob man trotz Tränen im Auge und Rotz an der Nase noch Spaß hat…
Gnome Stew – Emotional Gaming

Wofür gibt es eigentlich alles Erfahrungspunkte? Ich habe gehört, dass einige sogar für gutes Rollenspiel EP verteilen. Aber ich will mich da gar nicht aus dem Fenster lehnen. Dies war auch in meinen Runden mal Praxis und einige Spieler und Spielleiter stehen immer noch drauf. Allerdings, dass man für jede Gold- oder Silbermünze Punkte vergibt, ist mir ein völlig unbekanntes System. Bei Rorschachhamster gibt es dazu einen interessanten Ansatz nachzulesen.
Rorschachhamster – EP für ausgegebenes Gold und Implikationen

Wie spielt man ein Abenteuer? Manchmal gibt es gibt es unerwartete Plotholes oder andere Fallstricke. Richtig gut ist es, wenn jemand von seinen Erfahrungen berichtet. Sal hat solche Tipps und zwar zum Abenteuer Filmriss aus dem Band Dreißig für CoC.
w6 vs. w12 – Spielleitertipps zu CoC-Abenteuer Filmriss

Die SPIEL ’17

Ehrlich gesagt, es gab und gibt eine Menge Materialien zur SPIEL. Die Daheimgebliebenen -wie ich- können also trotzdem einige Eindrücke einfangen.

Ein Blick auf DSA-Produkte am Ulisses Stand wirft dann Kai Frerich von den Vier Helden und dem Schelm.
4H&1S – Spiele-Messe in Essen 2017 1. Tag

Auf den Teilzeithelden erschienen eine Menge Berichte und Podcasts zur SPIEL. Ich verlinke hier mal die, die mich am meisten interessierten:
Rollenspiele bei Pegasus (CoC, Shadowrun, 7te See)
Podcast mit System Matters
Podcast Ulisses und die Brettspiele

Auch auf Orkenspalter TV findet man einige Videos von der Spiel:

Mehrwert – Blogaktionen

Zwar dauert es noch wenige Minuten aber die Blog-O-Quest zum Thema Finsteres und Finsterlinge und der Karneval zum Thema Religion sind  beinahe schon zuende.

Welches Thema die November Blog-O-Quest haben wird, weiß ich noch nicht Im November heißt es bei der Blog-O-Quest: Wettbewerbe, Aktionen & Blogtouren diesmal vom Würfelhelden organisiert. Das Thema klingt interessant und ich werde wohl auch einen Beitrag leisten :).

Der November Karneval wird Stadt, Land, Dungeon thematisieren wird zum zweiten Mal von zwei Leuten organisiert: Von Zornhau und von meiner Wenigkeit organisiert. (Link folgt) Auch hier freue ich mich auf das Thema und werde den einen oder anderen Beitrag beisteuern 🙂

Cheers

 

Follow Friday – Erzählperspektiven

Dies ist ein Beitrag zum Follow Friday. Dieser wird von Patricia von Fiktive Welten ausgerichtet.

Follow Friday Logo von Fiktive Welten

Die aktuelle Frage lautet:

Welche Erzählperspektive bevorzugst du, welche magst du ggf. so gar nicht?

Weitere Information zur Teilnahme und den Regeln findet man im Startpost. Ich bin schon spät dran, daher fange ich gleich mal an 🙂

Erzählperspektiven sind wie Gummibärchen. Natürlich mag man eine Sorte ganz besonders, aber seien wir ehrlich, zum Schluss ist die Tüte immer leer.

Ich mag gerne den allwissenden und ehrlichen Erzähler. Das mag an den Märchen der Kindheit, den Hörspielen der Jugend und den Geschichten der Gegenwart liegen, die mich geprägt haben und die ich mochte/mag. Gefolgt von einem Ich-Erzähler, den ich aber mögen muss. Gerade Kriminalromane sind spannender, wenn man sie aus der Sicht eines Ermittlers erliest. Aber auch Milieuromane oder Dramen profitieren von einer persönlichen Note, die diese Perspektive geben kann. Sollte aber die Hauptfigur überhaupt nicht mit den Ansichten und Erfahrungen meiner einer übereinstimmen, kommt es zum Bruch und ich lege das Buch dann weg (Ich erinnere mich noch an die Schullektüre Die neuen Leiden des jungen W., ich fands schrecklich).

Was mir allerdings aufgefallen ist, in vielen Rezensionen wird gar nicht auf die Erzählperspektive eingegangen. Ich glaube, ich werde mir das zukünftig notieren welche Perspektive in welchen Buch gewählt wurde, einfach weil es mich interessiert 😉

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